Wohnen in Hamburg
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Schüler-Schach am Dienstag ab 10.00 Uhr im CCH Erstmals gefördert von SAGA GWG

 

(31.03.2009) Beim größten Schul-Schachturnier der Welt, „Rechtes Alsterufer gegen Linkes Alsterufer“, nehmen heute genau 2.712 Schülerinnen und Schüler aus 130 Hamburger Schulen teil – zur Hälfte sind das Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen. Die Anmeldungen erfolgten über die Schulen per Plakataushang. Das legendäre Turnier ist auch nach 51 Jahren für die Schüler der Hansestadt die zentrale Attraktion des Schulsportjahres und wird in diesem Jahr erstmals von SAGA GWG gefördert.

Organisator des Turniers ist Björn Lengwenus, Leiter der Barmbeker Schule Fraenkelstraße und Mit-Initiator des erfolgreichen Projekts „Schach statt Mathe“. Mitveranstalter ist die Behörde für Schule und Berufsbildung.

Das Turnier im Congress Centrum Hamburg, Am Dammtor/Marseiller Straße, 20355 Hamburg, beginnt heute um 10.00 Uhr mit dem Eröffnungszug durch den Staatsrat der Behörde für Kultur, Sport und Medien Dr. Manfred Jäger eröffnet nach einer Begrüßung durch einen Vetreter von SAGA GWG.

Gewonnen hatte mittags nach konzentriertem Spielverlauf das linke Alsterufer mit knappem Punktevorsprung. Gespielt wurde auf mehr als 1.000 Brettern gleichzeitig. Zusätzlich spielten Deutsche Meister simultan gegen 20 Gegener.

Siegerschule und Gewinner des goldenen Wanderpokals sind die jungen Spieler der zweiten Mannschaft der Schule Oppelner Straße aus Jenfeld, eine Schule mitten in einem modernisierten SAGA-Wohngebiet mit hohem Ausländeranteil. Auf der Siegerehrung ab 12.30 Uhr überreichen den Pokal der Generalbevollmächtigte von SAGA, Dr. Thomas Krebs, und der Organisator Björn Lengwenus.

Hamburgs Wohnungskonzern SAGA GWG fördert das Schülerturnier, da über Schach die Integration von Schülern aus benachteiligten Stadtteilen gestärkt wird. Thomas Krebs, Generalbevollmächtigter SAGA: „Schach verbindet unterschiedliche Kulturen und hilft, über das Spiel Sprachbarrieren zu überwinden. Die Integration von jungen Menschen aus Ländern mit Schachtradition wird unterstützt, wie beispielsweise der Türkei, Armenien, Polen, Russland und Afghanistan oder China, Indien und Pakistan.“

Organisator Björn Lengwenus erklärt: „Schach erreicht alle: Alle Schulformen, alle Stadtteile, alle Altersgruppen, alle Nationalitäten. Hamburgs Schulen haben schon lange die besondere pädagogische Bedeutung des Schachspiels entdeckt. Der internationale Vergleich mit Schülern aus Südafrika und Spanien zeigt, dass dieses Spiel einfach grenzenlos ist. SAGA GWG sichert mit dem Sponsoring dieses traditionellen Schachturniers Hamburgs Stellung als Hauptstadt des Schulschachs in Deutschland.“

Lengwenus wurde kürzlich der Deutsche Schachpreis 2008 vom Deutschen Schachbund verliehen.

Turniermodus
Die Schüler treten in Achter-Teams gegeneinander an und spielen jeweils eine Partie gegen ein Team von der „anderen“ Alsterseite. Gewinner des Turniers ist das Schülerteam mit dem höchsten Mannschaftssieg (8:0), das von der Alsteruferseite mit den meisten Siegerteams kommt. Dabei muss das Los zwischen gleichrangigen Siegerteams entscheiden.

 

Hintergrund: Schach in der Schule
Infos von Björn Lengwenus, Fachausschuss Schach der BSB, bjoernlengwenus@aol.com.

In Hamburg steht die Wiege des Schulschachs. Das größte Schülerturnier der Welt, das Schachturnier „Linkes Alsterufer gegen Rechtes Alsterufer“, wurde 1958 ins Leben gerufen. Zuvor wurde in Barmbek-Uhlenhorst die erste Deutsche Schulschachgruppe gegründet. 1988 wurde das Turnier in das Guiness-Buch der Rekorde aufgenommen. Ein besonderer Unterstützer ist der Hamburger Software-Entwickler ChessBase.

Schulschach in Deutschland boomt. Mehr als 1.500 Lehrer, Eltern und Betreuer wurden in den letzten Jahren ausgebildet und mit dem „Deutschen Schulschachpatent“ ausgezeichnet. An dem Projekt „Partnerschulen der Schacholympiade“ nehmen 180 Schulen aus dem gesamten Bundesgebiet teil. Die Auslosung der Partnerschulen übernahm der Weltmeister von 2007, Wladimir Kramnik, der nach Hamburg kam, um das Projekt zu starten. Am 3. Hamburger Grundschulschachtag im Dezember 2008 nahmen 300 Schüler aus allen Hamburger Stadtteilen teil. Und die Eltern waren verblüfft über die Konzentration und Durchhaltekraft ihrer Kinder.

Das Schachspiel fördert wie kein anderes Spiel strategisches Denken und die Verknüpfung von mathematischem Wissen. Die Universität Trier dokumentierte bei geübten Schach-Kindern exzellente Werte im Bereich des mathematischen Verständnisses, die besonders bei leistungsschwachen Schülern deutlich von den Werten der Vergleichsschule abwichen. In Hamburg startete deswegen im Februar 2008 das bundesweit sehr beachtete Modellprojekt „Schach statt Mathe“, bei dem die Grundschule Genslerstraße auf eine Stunde Mathematikunterricht verzichtet und sie durch Schachspielen ersetzt. 400 Schülerinnen und Schüler nehmen daran teil.
 

Carl Mario Spitzmüller,
Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 10

Der Hamburger Weg
SAGA GWG vermietet mehr als 130.000 Wohnungen und rund 1.600 Gewerbeobjekte und leistet mit Quartiersentwicklungen sowie Zahlungen an den Gesellschafter erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Der städtische Konzern verfolgt eine ausgewogene Wachstumsstrategie, um seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu sichern und gleichzeitig den sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren zu fördern. Diese Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Verantwortung stabilisiert Hamburgs Nachbarschaften und ist Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg als Vermieter und Bestandshalter.