Erstmalig konsolidierter Konzernabschluss
(16.07.2008) Hamburgs großes Wohnungsunternehmen legt für das Geschäftsjahr 2007 heute seinen ausführlichen Geschäftsbericht vor. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat SAGA GWG nach einem erfolgreichen Verlauf mit einem deutlich positiven Ergebnis abgeschlossen.
Vorstand und Geschäftsführung, Lutz Basse (Vorsitzender), Willi Hoppenstedt (Stellv. Vorsitzender), Michael Sachs und Dr. Thomas Krebs, präsentierten die Geschäftsergebnisse im Rahmen eines Pressegesprächs mittags in der Neustadt. Der Vorstand erläuterte auch die strategische Positionierung von SAGA GWG im Rahmen von Hamburgs Stadtentwicklung und die Ausrichtung im Wohnungsmarkt (s. z. B. "Unternehmenspolitik").
Erstmalig für das Geschäftsjahr 2007 legt die Geschäftsleitung einen konsolidierten Konzernabschluss vor. Vorausgegangen war seit 1999 die organisatorische und räumliche Zusammenführung der Unternehmen zunächst im Rahmen eines Gleichordnungskonzerns. Seit 2007 bilden SAGA und GWG einen auch kapitalseitig integrierten Konzern.
Folgende Kenndaten ergeben sich für das Geschäftsjahr 2007, zur besseren Übersicht dargestellt in Tabellenform:
Ergebnis vor Steuern (EBT*)
Geschäftsjahr 2007
SAGA GWG konsolidiert 96,8 Mio. Euro -
SAGA 56,4 39,7
GWG 19,4 20,2
Angaben in Mio. Euro
*EBT= Earnings Before Taxes
Ergebnis nach Steuern (EAT*)
Geschäftsjahr 2007
SAGA GWG konsolidiert 86,2 Mio. Euro -
SAGA 53,4 39,4
GWG 16,1 17,9
Angaben in Mio. Euro
*EAT= Earnings After Taxes
Konzernumsatz
Geschäftsjahr 2007
SAGA GWG konsolidiert 814,9 Mio. Euro -
SAGA 584,2 540,8
GWG 222,7 210,2
Angaben in Mio. Euro
Investitionen:
Bau und Instandhaltung
Geschäftsjahr 2007
SAGA GWG konsolidiert 212,1 Mio. Euro -
SAGA 151,8 163,9
GWG 59,7 68,7
Angaben in Mio. Euro
Eigentumswohnungsvertrieb:
An Mieter und Selbstnutzer wurden 381 Wohnungen und Reihenhäuser veräußert, inklusive Arrondierungsverkäufen (Vorjahr: 270 Einheiten).
Zahl der Beschäftigten:
919 Mitarbeiter am Stichtag 31.12.2007 (Vorjahr 937), inklusive 42 kaufmännische Auszubildende am Stichtag 31.12.2007 (Vorjahr 40).
Der Bestand von SAGA GWG umfasst mehr als 130.000 Wohnungen und 1.575 Gewerbeobjekte. Von den Wohnungen ist etwa die Hälfte als familiengerecht einzustufen. Als familiengerecht gelten bei SAGA GWG grundsätzlich Wohnungen ab 60 m² mit drei und mehr Räumen.
Die durchschnittliche Miete für Wohnungen im Konzern beträgt im öffentlich geförderten Bereich 4,79 Euro pro m2 netto kalt und im frei finanzierten Bestand 5,32 pro m2 netto kalt. Die Mieten im ungebundenen Wohnungsbestand liegen an den jeweiligen Mittelwerten des örtlichen Mietenspiegels und sind damit vergleichsweise günstig. Die Mieten im preisgebundenen, öffentlich geförderten Bereich liegen noch darunter.
Die Heizenergie-Verbräuche wurden zwischen 1992 und 2007 um 38 Prozent und die CO2-Emissionen um 37 Prozent gesenkt. Ermöglicht wurden diese Leistungen durch energetische Gebäudemodernisierungen von Fenstern, Türen, Dächern, Kellerdecken, Gebäudesockeln und Fassaden durch Wärmedämmsysteme sowie durch Umrüstung auf energetisch hochwertige Heizanlagen und den Einsatz energiesparender Gebäudetechnik. Damit wurden die Klimaschutzziele von Kyoto von SAGA GWG schon im Berichtsjahr um mehr als das Doppelte deutlich übertroffen. Die Vorgaben von Kyoto sehen Einsparungen von Heizenergie und Kohlendioxid für den Wohnungsbereich um 14 Prozent seit 1992 bis 2012 vor.
Sämtliche Neubauten von SAGA GWG entsprechen heute Niedrigenergiehaus-Standards. Darüber hinaus nutzt SAGA GWG seit Jahren innovative technische Ansätze zur energetischen Optimierung wie beispielsweise die Nutzung von Solarenergie und Photovoltaik verwirklicht.
Die rund 300.000 Mieter von SAGA GWG sind deutlich jünger als der Hamburger Durchschnitt, und der Anteil der Haushalte mit Kindern und Jugendlichen liegt mit 22 Prozent höher als sonst in Hamburg, wo in 18 Prozent aller Haushalte Kinder leben. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund ist doppelt so hoch wie im Hamburger Schnitt von knapp 15 Prozent. Hamburgs großer Vermieter bietet vielfältige Wohnungsangebote, abgestimmt auf die Ansprüche von Haushalten mit Kindern, Singles, Senioren und Zuwanderern.
Die Unternehmenspolitik von SAGA GWG orientiert sich an den Anforderungen einer ganzheitlichen Stadt- und Stadtteilentwicklung. Die Aufgabe und zugleich der Erfolg des Geschäftsmodells als Bestandshalter besteht darin, Balance zu halten zwischen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und dem Engagement für den sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren. Im Ergebnis sichern nur attraktive und sozial stabile Quartiere nachhaltig die rentable Vermietbarkeit der Bestände.
Als immobilienwirtschaftliches Kompetenzzentrum wirkt SAGA GWG in besonderer Weise zum Beispiel in Hamburgs Süden. Diese Region hat besondere Stärken als Wirtschaftsraum und bietet viel Lebensqualität beim Wohnen im Grünen und am Wasser. Dort modernisiert, saniert und bewirtschaftet das SAGA GWG Tochterunternehmen GWG Gewerbe seit 1. Juli 2007 im Auftrag der Behörde für Schule und Berufsbildung (vormals BBS) 32 Schulen in Wilhelmsburg, Finkenwerder und Harburg im Rahmen einer Öffentlich-Öffentlichen Partnerschaft (ÖÖP). Der Beginn des langfristig angelegten Programms war im Berichtsjahr ein herausragender Schritt zur Aufwertung dieser Stadtteile.
Der Vertrag über 25 Jahre hat ein Volumen von 650 Mio. Euro. Ein Großteil entfällt auf Sanierungs-, Neubau- sowie Erweiterungsbauleistungen. Die Investitionen sollen bis 2012 abgeschlossen sein, die Bewirtschaftung läuft bis 2032. Schon 2007 begannen die Bauarbeiten an 14 Schulstandorten. Für weitere Schulen wurden Bauaufträge zur Modernisierung erteilt. Das Modell ist offen für weitere Schulen in der Zukunft. Attraktive Schulen sind ein wichtiges Entscheidungskriterium für Familien bei der Wahl ihrer Wohnquartiere.
In Wilhelmsburg treibt SAGA GWG die städtebauliche Entwicklung des „Weltquartiers“ rund um die Weimarer Straße mit derzeit 820 eigenen Wohnungen voran. Im Rahmen der Planungswerkstatt „Weltquartier“ der Internationalen Bauausstellung (IBA) wurden die Mieter im Berichtsjahr zu ihrem Begriff von „Heimat“ und nach Gestaltungswünschen befragt. Die Siedlung mit mehr als 1.700 Menschen aus über 30 Herkunftsländern wird von SAGA GWG umgestaltet und bis 2013 zum IBA-Modellprojekt für interkulturelles Wohnen entwickelt.
Konzernbildung abgeschlossen
Die kapitalseitige Integration von Hamburgs Wohnungskonzern wurde im Berichtsjahr vollzogen. Im Laufe des Geschäftsjahres 2007 hat SAGA insgesamt 18,98 Prozent der Anteile an der GWG Gesellschaft für Wohnen und Bauen mbH, Hamburg, erworben. Darüber hinaus hält die SAGA seit dem 1. Januar 2007 aufgrund eines Stimmrechtsübertragungsvertrages 51 Prozent der Stimmrechte in der Gesellschafterversammlung der GWG.
Vorausgegangen war seit 1999 die organisatorische und räumliche Zusammenführung der Unternehmen zunächst im Rahmen eines Gleichordnungskonzerns. Seit 2007 bilden SAGA und GWG, wie erwähnt, einen integrierten Konzern. In der Folge wird erstmalig für 2007 ein konsolidierter Konzernabschluss vorgelegt.
In den nächsten vier Jahren wird die SAGA vereinbarungsgemäß weitere Geschäftsanteile der GWG erwerben. Die Anteile sollen dabei bis zu einer Quote von 94,9 Prozent aufgestockt werden. Finanziert werden die Anteilskäufe aus den laufenden Cashflows bei weiter hohen jährlichen Investitionen in den Wohnungsbestand.
Den Geschäftsbericht 2007 finden Sie hier als pdf-Download.
Carl Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 11
Der Hamburger Weg
SAGA GWG vermietet mehr als 130.000 Wohnungen und rund 1.600 Gewerbeobjekte und leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter sowie Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Der städtische Konzern verfolgt eine ausgewogene, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren. Diese Balance stabilisiert Hamburgs Nachbarschaften und ist Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg unseres Geschäftsmodells.