Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Quartierskünstler Olafur Gislason präsentiert auf der Veddel erste Ausstellung

Heute ist Vernissage „gemeinsam parallel“ mit Blick auf die Veddel und ihre Bewohner

(11.07.2008) Der aus Island stammende Hamburger Künstler Olafur Gislason wohnt mit seiner Familie seit Februar 2007 im Stadtteil Veddel im Norden der Elbinsel. Gislason arbeitet dort als Hamburgs erster Quartierskünstler, gefördert von SAGA GWG durch ein Stipendium. Der 45-jährige recherchierte die unterschiedlichen Lebenswelten und Vorstellungen der Bewohner verschiedener Nationalitäten, die auf relativ engem Raum als Nachbarn zusammen leben.

Gislason zeigt heute abend in seiner ersten Ausstellung als Quartierskünst-ler vor geladenen Gästen aus Kunst, Medien, Politik und dem Stadtteil ers-te Ergebnisse seiner Einblicke auf die Veddel im Rahmen einer Zwischenpräsentation mit dem Titel „gemeinsam parallel“. Die Rauminstallation „gemeinsam parallel“ mit Videoprojektion soll das besondere Verhältnis der Bewohner zu ihrem Stadtteil widerspiegeln.

Der Kurator der Hamburger Kunsthalle, Dirck Möllmann, stellt heute die Installation vor und lobt das Projekt: „Olafur Gislason versammelt in seiner Videoinstallation das Quartier und seine Menschen auf beeindruckende Weise. Einen besseren Künstler für dieses Projekt hätte SAGA GWG nicht finden können.“

Die öffentliche Ausstellung ist geöffnet bis Sonntag, 20. Juli, täglich von 18.00 bis 20.00 Uhr und nach Vereinbarung (Telefon: 01 77-3 13 51 27). Atelier am Kulturzentrum Sporthalle Veddel, Am Zollhafen 5 a, 20539 Hamburg.

Gislasons Recherchen auf der Veddel hatten ergeben, dass das Selbstbild der Menschen stark von ihrer Gruppenzugehörigkeit bestimmt ist und dass es auf der Veddel offenbar weniger um die Identität Einzelner, sondern eher um kollektive Identitäten geht, so der Künstler.

Zur Rauminstallation schreibt der Künstler: Große Stoffbahnen, aus bunten Männer- und Frauenhemden zusammengesetzt, einzeln gesehen Ausdruck der Individualität, werden ihrer Dreidimensionalität beraubt, dekonstruiert und zu Rechtecken geformt. Diese werden zu Bahnen und die Bahnen schließlich zu Flächen zusammengenäht. Die bildnerische Arbeit mit den Hemdenbahnen ist einerseits Ausdruck und andererseits Mittel der sozialen Intervention mit den unterschiedlichen sozialen Gruppierungen des Stadtteils und deren Repräsentanten. Zwei gegenüberliegende Wände aus Hemdenbahnen korrespondieren mit zwei ebenfalls einander gegenüber-liegenden Videoprojektionen. In der Präsentation wird das Quartierskünstleratelier zu einer hermetischen Rauminstallation.

Hintergrund
Um das Stipendium und die damit verbundene Aufgabe, sich mit der Ved-del und den dort lebenden Menschen künstlerisch auseinanderzusetzen,  bewarben sich Ende 2006 mehr als 150 nationale und internationale Künst-ler. Eine hochkarätig besetzte Fach-Jury wählte Olafur Gislason aus. SAGA GWG stellt dem Künstler ein Wohnatelier mit Galerieraum für zwei Jahre mietfrei zur Verfügung und fördert seine quartiersbezogene Arbeit mit einer monatlichen Unterstützung von 600 Euro.

Darüber hinaus vermietet SAGA GWG auf der Veddel drei weitere Ateliers an Künstler zu günstigen Preisen.


Die Veddel hat sich in den letzten Jahren zu einem lebendigen und vielfältigen Stadtteil entwickelt. Dazu hat auch die Stadt Hamburg beigetragen, die seit 2004 studentisches Wohnen in dem Stadtteil auf der Elbinsel fördert. Mittlerweile leben etwa 350 Studenten in dem ehemaligen Arbeiterviertel am Rande des Hamburger Hafens. SAGA GWG setzt sein Engagement für die positive Entwicklung des Stadtteils fort und setzt mit dem Quartierskünstler-Stipendium wichtige Impulse, regt die Kommunikation zwischen den Bewohnern an und eröffnet neue Sichtweisen auf den vielfältigen Stadtteil im Wandel.

 


Carl Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 11

Der Hamburger Weg
SAGA GWG vermietet mehr als 130.000 Wohnungen und rund 1.600 Gewerbeobjekte und leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter sowie Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Der städtische Konzern verfolgt eine ausgewogene, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren. Diese Balance stabilisiert Hamburgs Nachbar-schaften und ist Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg unseres Geschäftsmodells.