Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Themenwoche im Museum der Arbeit

SAGA GWG – Der Hamburger Weg
85 Jahre sozialer Wohnungsbau
und Quartierentwicklung

(20.08.2007) Anlässlich des 85jährigen Bestehens der städtischen SAGA veranstaltet Hamburgs großes Wohnungsunternehmen eine Themenwoche mit Ausstellung, Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen vom 31. August bis 8. September 2007 im Museum der Arbeit im Stadtteil Barmbek. Das Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg, und das Architektur Centrum, Stephansplatz 5, 20354 Hamburg, sind Kooperationspartner.

Eröffnet wird die Ausstellung „SAGA GWG – Der Hamburger Weg“ für die Presse am Freitag, 31. August 2007, 10.00 Uhr. Die Inhalte werden vorgestellt von: Prof. Dr. Lisa Kosok, Direktorin Museum der Arbeit, Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender SAGA GWG, und dem Kurator der Ausstellung, Architekturhistoriker Dr. Ralf Lange.

Fotohinweis: Vorstandsmitglied Michael Sachs mit Prof. Dr. Lisa Kosok und Lutz Basse mit Dr. Ralf Lange.

Die neu entwickelte Ausstellung dokumentiert neun Jahrzehnte Hamburger Stadt- und Quartiersentwicklung anhand von SAGA-Wohnanlagen, die bedeutsam sind für Städtebau, Architektur und soziale Stadtteilentwicklung.

Dazu erscheint auch eine Broschüre über die Unternehmensgeschichten von SAGA und GWG, die viele historische und inhaltliche Parallelen aufweisen. Im Editorial erläutert Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender SAGA GWG, den Zweck der Themenwoche im Museum der Arbeit:

Wer seine Herkunft kennt, hat Zukunft. SAGA und GWG sind seit über sieben Jahren unter einem Konzerndach vereint und verfügen mit gemeinsam 135.000 Wohnungen und Gewerbeobjekten über einen bedeutenden Bestand am Hamburger Wohnungsmarkt. Beide Gesellschaften haben ihren Ursprung in den zwanziger Jahren zwischen Inflation (1923) und Weltwirtschaftskrise (1929), als der soziale Wohnungsbau in Hamburg seinen ersten großen Aufschwung nahm. Dabei entstand die SAGA aus einem politischen Impuls heraus im damals noch von Hamburg unabhängigen Altona, während die Vorgängergesellschaft der GWG als eine Initiative der Gewerkschaften in Hamburg ins Leben gerufen wurde. Beide Unternehmen verfolgten trotz ihrer unterschiedlichen Gründungsgeschichten und Herangehensweisen sehr ähnliche Ziele, bei deren Umsetzung sie vergleichbare Probleme bewältigen mussten. Wegen der Vielzahl an historischen Parallelen ist die heutige Zusammenarbeit eine logische Konsequenz aus der Geschichte. Mit den Veranstaltungen und Medien der Themenwoche richten wir den Blick auf die eigene Unternehmensgeschichte und Herkunft, um uns der gemeinsamen Identität bewusst zu werden und auf dieser Grundlage erfolgreich die Zukunft von SAGA GWG zu gestalten.“


Historie: Am 29. Dezember 1922 wurde die "Gemeinnützige Siedlungs-Aktiengesellschaft Altona" (SAGA) gegründet. Initiator war Max Brauer, damals Oberbürgermeister der preußischen Stadt Altona und ab 1949 Erster Bürgermeister von Hamburg. Während der 1920er-Jahre linderte die SAGA die Wohnungsnot in Altona und übernahm später auch Verantwortung in weiten Teilen Hamburgs für die Versorgung der Menschen mit preisgünstigem Wohnraum. Heute bildet SAGA zusammen mit GWG Deutschlands größtes kommunales Wohnungsunternehmen. Der Konzern ist nahezu im gesamten Hamburger Stadtgebiet aktiv und präsent. 

Kurator der Ausstellung im Museum der Arbeit ist der Hamburger Architekturhistoriker Dr. Ralf Lange.


Abendprogramm der Themenwoche vom 31.08. – 8.09.2007

Zwei Fachvorträge und zwei Podiumsdiskussionen im Museum der Arbeit runden die Ausstellung ab, Beginn 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr). Ort: Museum der Arbeit, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg. Der Eintritt ist frei.


Zwei Podiumsdiskussionen

Die beiden hochrangig besetzten Podiumsdiskussionen werden in Kooperation mit dem Architektur Centrum veranstaltet. Dabei werden Strömungen, Aufgaben und Erfahrungen der aktuellen Stadt- und Quartiersentwicklung zur Debatte gestellt:

Montag, 3. September 2007, 19.00 Uhr
Sprung über die Elbe: Stadtentwicklung heute in der „Wachsenden Stadt“ – Potenziale von Hamburgs Süden

Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender SAGA GWG
Uli Hellweg, Geschäftsführer IBA Hamburg
Prof. Dr. Franz Pesch, Direktor StädtebauInstitut, Universität Stuttgart
Dr. Werner Marnette, Vorstandsvorsitzender Norddeutsche Affinerie AG, Hamburg
Moderation: Herbert Schalthoff, Hamburg 1 Fernsehen


Donnerstag, 6. September 2007, 19.00 Uhr
Quartiersentwicklung: Segregation und Integration – Demografie und Images im Wandel

Willi Hoppenstedt, Vorstand SAGA GWG
Prof. Dr. Ingrid Breckner, Department Stadtplanung, HCU Hamburg
Prof. Hans Günther Burkhardt, Stadtplaner, Hamburg
Dr. Klaus Habermann-Nieße, Stadtplaner, Hannover
Moderation: Sabine Rheinhold, NDR Fernsehen


Zwei Fachvorträge

Dienstag, 4. September 2007, 19.00 Uhr
Jan Lubitz: „Das Neue Altona – Wohnungsbaureformen in der Weimarer Republik und Gustav Oelsners Bauten für die SAGA in Altona“

In der Weimarer Republik erlebte der Wohnungsbau einen Modernisierungsprozess von reformierten Grundrissen bis zu einer Erneuerung der Architektur. In diesem Kontext wurde 1922 die SAGA gegründet. Altonas Bausenator Gustav Oelsner prägte in dieser Zeit städtebaulich den politischen, sozialen und kulturellen Aufbruch. Der Vortrag betrachtet die zeitgenössische Situation des Altonaer Wohnungsbaus und zeichnet Gustav Oelsners Lebensweg nach, der eng mit SAGA verbunden war.


Mittwoch 5. September 2007, 19.00 Uhr
Dr. Ralf Lange: „Revision der Leitbilder – Der Wandel in der Stadtplanung und im Wohnungsbau von 1945 bis 1985, erläutert anhand von SAGA-Siedlungen“

Von 1950 bis 1980 haben sich die städtebaulichen Leitbilder dreimal radikal gewandelt: von der „gegliederten und aufgelockerten Stadt“ der Wiederaufbaujahre über das Konzept der „Urbanität durch Dichte“, das die 1960er und frühen 1970er Jahre beherrschte, bis zur Revision der architektonischen und städtebaulichen Leitbilder, die um 1980 einsetzte. Der Vortrag illustriert diese Entwicklung anhand von Wohnanlagen der SAGA.


Das Unternehmen heute
Mit etwa 950 Mitarbeitern positioniert sich SAGA GWG in der „Wachsenden Stadt“ als großer Vermieter Hamburgs und als unverzichtbarer Stadtentwicklungspartner sowie als Quartiersentwickler mit besonderem Engagement für den sozialen Ausgleich in den Quartieren. Als integrierter Konzern stärken die beiden städtischen Gesellschaften SAGA und GWG die Lebensqualität in der Stadt: durch die Unterstützung nachbarschaftlicher Initiativen, die Förderung von Gemeinschaftseinrichtungen und dem stadtteilbezogenen Angebot an Freizeitangeboten. Als Großinvestor und überdurchschnittlich ertragreiche unternehmerische Beteiligung der Freien und Hansestadt Hamburg trägt SAGA GWG neben der satzungsgemäßen Wohnraumversorgung breiter Schichten der Bevölkerung auch zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Hamburg bei.

SAGA GWG in Kennzahlen von 2006:
Konzernumsatz: 751,0 Mio. Euro
Ergebnis vor Steuern: 59,9 Mio. Euro
Investitionen: 232,7 Mio. Euro
Mitarbeiter: 925 (Stichtag 31.12.2006).


Carl Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 10


Unsere Aufgabe
SAGA GWG vermietet rund 135.000 Wohnungen und Gewerbeobjekte und leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter und Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf Basis eines langfristigen Unternehmenskonzepts verfolgt der städtische Konzern eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zugleich des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren. Dies führt zu stabilen Nachbarschaften und ist zugleich Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg des Unternehmens als Systemvermieter und Bestandshalter. Diese Balance kennzeichnet den Hamburger Weg