deutlich positives Ergebnis
(05.07.2007) Hamburgs großes Wohnungsunternehmen legt für das Geschäftsjahr 2006 heute seinen ausführlichen Bericht vor.
Das Geschäftsjahr 2006 hat SAGA GWG nach einem erfolgreichen Verlauf wieder mit einem deutlich positiven Ergebnis abgeschlossen.
Im Rahmen einer Bilanzpressekonferenz heute im Verwaltungsgebäude in Barmbek berichtet der Vorstand – Lutz Basse (Vorsitzender), Willi Hoppenstedt (Stellv. Vorsitzender) und Michael Sachs – über Ergebnisse, Entwicklungen und Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr und gibt einen Ausblick auf das laufende Jahr.
Für den Konzern ergeben sich folgende Kenndaten für 2006:
Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich im Konzern auf 59,9 Mio. Euro (davon SAGA 39,7 Mio. Euro und GWG 20,2 Mio. Euro). Vorjahr: Mio. 62,0 Mio. Euro.
Das Ergebnis nach Steuern beträgt für SAGA GWG 57,3 Mio. Euro (Vorjahr 56,1 Mio. Euro).
Der Konzernumsatz lag bei 751,0 Mio. Euro (SAGA 540,8 und GWG 210,2) gegenüber 750,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung konnten gegenüber 2005 durch die Nutzung von Ertragspotenzialen und durch Mietveränderungen erneut gesteigert werden.
Die Investitionen in grundlegende Modernisierungen und umfassende Maßnahmen zur Quartiersentwicklung sowie Neubau beliefen sich bei SAGA GWG auf insgesamt 232,7 Mio. Euro (SAGA 164,0 und GWG 68,7).
Die Neubautätigkeit von 307 fertig gestellten Wohnungen ergänzte die qualitative Weiterentwicklung des vorhandenen Wohnungsangebotes von SAGA GWG.
Im Unternehmensverbund blieb die Zahl der Beschäftigten im Berichtsjahr mit insgesamt 925 Mitarbeitern (Stichtag 31.12.2006) annähernd gleich (2005: 946). Als großer Ausbilder in Hamburg waren 2006 bei SAGA GWG 40 kaufmännische Auszubildende angestellt (Stichtag 31.12.2006).
Der Eigentumswohnungsvertrieb leistete im vierten Jahr seiner Geschäftstätigkeit mit der Veräußerung von 270 Wohnungen inklusive Arrondierungsverkäufen aus den Beständen von SAGA GWG einen Ergebnisbeitrag von rund 18 Mio. Euro vor Einstellung in die § 6 b EStG-Rücklage.
Etwa 300.000 Menschen wohnen in den Wohnungen und Reihenhäusern von SAGA GWG. Gemessen am Hamburger Durchschnitt sind die Mieter deutlich jünger und der Anteil der Haushalte mit Kindern und Jugendlichen liegt mit etwa einem Drittel höher als sonst in Hamburg. Entsprechend geringer ist der Seniorenanteil.
Bei der Mieterschaft von SAGA GWG ist zudem der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund doppelt so hoch wie im Hamburger Schnitt. Zur Erreichung der Wachstumsziele der Stadt liegt gerade in den kinderreichen Quartieren besonderes Potenzial. Mehr dazu weiter unten.
Es folgen Einzelheiten zu verschiedenen Unternehmensbereichen:
Junge Quartiere und familiengerechter Wohnraum
Angesichts des allgemeinen demografischen Wandels mit steigender Überalterung und Tendenzen zur Vereinzelung müssen diese Viertel sozial und städtebaulich besonders gefördert und entwickelt werden. In den kinderreichen Quartieren liegt besonderes Potenzial für die Wachstumsziele der Stadt. Den Ansprüchen von Familien, Haushalten mit Kindern und Zuwanderern widmet sich SAGA GWG mit großer Aufmerksamkeit. Dazu finden sich ausgewählte Beispiele im Bildteil des Geschäftsberichts 2006.
SAGA GWG investiert jährlich mehr als 200 Mio. Euro in die Modernisierung der Wohnungsbestände. Rund ein Drittel dieser Investitionen wird gezielt zur Förderung von familiengerechtem Wohnraum eingesetzt. Beispiele:
• modernisierte oder neu gebaute Reihenhaussiedlungen
• umfängliche Wohnumfeldverbesserungen mit neuen Grün- und Spielflächen
• ältere Wohnanlagen, die durch Grundrissveränderungen und Zusammenlegungen nun genau den Bedürfnissen von Haushalten mit Kindern entsprechen
Das Unternehmen vermietet 270 Sonderobjekte an Kindertagesheime, Kinder-, Jugend- und Mietertreffs, Seniorenclubs, Bücherhallen, Stadt-teilmuseen, Mütterberatungsstellen, Gemeinschaftsräume, Häuser der Jugend, Sozialstationen und weitere soziale Einrichtungen. Wichtige soziale Arbeit wird dabei auch durch finanzielle Förderungen unterstützt. Manches soziale Projekt wird so erst möglich.
SAGA GWG modernisiert 32 Schulen in Hamburgs Süden
Ein wesentlicher Faktor für Familien bei der Wahl ihrer Wohngegend, ist die Versorgung mit Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen. Deshalb liegt SAGA GWG viel an pädagogisch und bautechnisch gut ausgestatteten Schulen in den Wohngebieten. Als Glücksfall ist daher die im Berichtsjahr vorbereitete und verhandelte Öffentlich-Öffentliche Partnerschaft (ÖÖP) mit der Behörde für Bildung und Sport (BBS) zu werten, zunächst 32 Schulen in Hamburgs Süden im Laufe der kommenden sechs Jahre vollständig zu modernisieren. Im Juni hat die Hamburgische Bürgerschaft dem Vertragswerk zugestimmt.
Im Auftrag des Senats hat die BBS einen Vertrag über 25 Jahre zur Modernisierung und Bewirtschaftung von 32 Schulen in Wilhelmsburg, Finkenwerder und Harburg mit dem 100-Prozent-Tochterunternehmen GWG Gewerbe geschlossen. Damit können zwei Drittel der Schulen in den genannten Stadtteilen zügig modernisiert werden. Das Gesamtpaket beläuft sich auf rund 650 Mio. Euro. Das Unternehmen trägt die Investitionen, sichert Preisstabilität und Qualität in der Gebäudebewirtschaftung und erhält für seine Dienste eine jährliche Gebühr von der Stadt.
Hamburgs Süden stärken als IBA-Partner
Im laufenden Jahr wird die Kooperation mit den Veranstaltern der Internationalen Bauausstellung IBA 2013 und der Internationalen Gartenbauausstellung (IGS) ausgestaltet. Das Unternehmen ist offizieller IBA-Partner und beteiligt sich als Förderer und Sponsor an verschiedenen Aktivitäten des IBA-Kultursommers und an Planungs-Workshops für Wohnumfeldgestaltungen, zunächst für die Weimarer Straße.
Sparsame Energienutzung und ökologische Verantwortung
Im Rahmen umfänglicher energetischer Gebäudemodernisierungen wurden zwischen 1995 und 2005 rund 65.000 Wohnungen mit modernen Fassaden-Wärmedämmsystemen ausgestattet, um damit nun den gesamten Bestand auf ein zeitgemäßes Energieverbrauchsniveau zu entwickeln. Die Gebäudemodernisierungen zwischen 1995 und 2005 führten zu Energieeinsparungen von mehr als 30 Prozent. Zusätzlich wurden durch neue Brennwertkessel-Gas-Heizanlagen Spareffekte erzielt, die sich auf insgesamt 340 Millionen KWh eingesparter Heizenergie pro Jahr summieren; das entspricht einer jährlichen Ersparnis von 60.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) gegenüber dem Verbrauch von 1995.
Außerdem wirken sich laufende Maßnahmen zur Müllvermeidung (Müll-management) und zur umweltfreundlichen Abfallentsorgung Ressourcen schonend und Kosten senkend aus. Damit handelt SAGA GWG ökologisch verantwortungsvoll und kann zum Vorteil der Mieter, möglichst günstige Betriebskosten anzubieten.
Darüber hinaus werden Projekte zur Nutzung von Solarenergie und Photovoltaik sowie Passivhäuser seit Jahren verwirklicht. Sämtliche Neubauten von SAGA GWG entsprechen heute Niedrigenergiehaus-Standards.
Unternehmenspolitik
Die Unternehmenspolitik von SAGA GWG als Systemvermieter orientiert sich auch an den Anforderungen einer ganzheitlichen Stadt- und Stadtteilentwicklung, um die rentable Vermietbarkeit der Bestände nachhaltig zu sichern. Der Kern des Geschäftsmodells von SAGA GWG besteht darin, die Balance zu halten zwischen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und dem sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren.
Der Anspruch des Gesellschafters an das Unternehmen, gleichermaßen den standort-, wohnungs- und haushaltspolitischen Anforderungen der Freien und Hansestadt gerecht zu werden, findet seinen Ausdruck in dem strategischen Partnermodell „Hamburger Weg“. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2006 sind auch Beleg für den Erfolg dieses Partnermodells.
Konzernintegration vollzogen
Die kapitalseitige Integration von SAGA GWG wurde nach der organisatorischen und räumlichen Zusammenführung im Rahmen eines Gleichordnungskonzerns mit Wirkung zum 01.01.2007 vollzogen. SAGA hat planmäßig 5,1 Prozent der Gesellschaftsanteile und zugleich die Stimmrechtsmehrheit an GWG übernommen. SAGA wird bis Ende 2011 die verbleibenden GWG-Anteile bis zu 94,9 Prozent erwerben.
Der Kaufpreis wird aus den Cashflows der laufenden Geschäftstätigkeit des Konzerns beglichen. Eine Neuverschuldung ist nicht vorgesehen. Die Stadt beabsichtigt, die ihr aus dieser Transaktion zufließenden Erträge für ein "Sonderinvestitionsprogramm 2010“ zur Entwicklung und Stärkung von benachteiligten Quartieren zu verwenden.
Ausblick
Mit dem erfolgreichen Geschäftsverlauf der Jahre 2005 und 2006 ist es gelungen die guten wirtschaftlichen Ergebnisse der Unternehmen planmäßig auf hohem Niveau zu konsolidieren. Dies ist die Voraussetzung für eine kontinuierliche positive Weiterentwicklung von SAGA GWG mit steigender Ertragskraft und Ergebnissen bei weiterhin hohen Investitionen in die Bestände. Ein Schwerpunkt der Investitionstätigkeit bilden in den kommenden Jahren die Großraumsiedlungen und die Wohnquartiere in Hamburgs Süden.
Carl Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 11
Unsere Aufgabe
SAGA GWG vermietet rund 135.000 Wohnungen und Gewerbeobjekte und leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter und Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf Basis eines langfristigen Unternehmenskonzepts verfolgt der städtische Konzern eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zugleich des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren. Dies führt zu stabilen Nachbarschaften und ist zugleich Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg des Unternehmens als Systemvermieter und Bestandshalter. Diese Balance kennzeichnet den Hamburger Weg.