Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Bürgermeister besucht Stadtteilprojekte von SAGA GWG in Jenfeld, St.Pauli und Lurup

(06.06.2007) Hamburgs Erster Bürgermeister, Ole von Beust, besucht heute gemeinsam mit Journalisten verschiedene Stadtteilprojekte von SA-GA GWG, um sich vor Ort über unterschiedliche soziale und städtebauliche Projekte von Hamburgs größtem Vermieter zu informieren.

Per Bus bereist der Bürgermeister die drei Quartiere Jenfeld, St. Pauli und Lurup und macht sich ein Bild über die unten skizzierten Projekte. Begleitet wird er von Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender SAGA GWG und Willi Hoppenstedt, stellv. Vorstandsvorsitzender, sowie von SAGA GWG die beiden örtlichen Geschäftsstellenleiter Doris Bieniek und Thomas Sies, der Leiter Technische Steuerung, Mario Mack, und Pressesprecher Carl Mario Spitzmüller.

Bei SAGA GWG hat jeder sechste Hamburger eine Wohnung gemietet. Die Aufgaben der stadteigenen Wohnungsgesellschaft und Beiträge zur Stadtqualität gehen weit über das reine Vermietungsgeschäft hinaus. Der Konzern investiert Jahr für Jahr mehr als 200 Mio. Euro in Maßnahmen zur Bestandsmodernisierung und sozialen Quartiersentwicklung, in Jugendar-beit und fördert stadtteilbezogene Kultur- und Sportprojekte, wie das eigene Sportprogramm move! mit jährlich 300 betreuten Treffs in 25 Stadtteilen.

SAGA GWG bewirtschaftet rund 135.000 eigene Wohnungen und Gewerbeobjekte in 85 von 106 Hamburger Stadtteilen. Der städtische Konzern leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter sowie Quartiers- und Bestandsentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermö-genssicherung Hamburgs im Sinn einer „Stadtrendite“. Der ökonomische Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und praktisch umgesetzter sozialer Verantwortung bildet die Basis des langfristigen Un-ternehmenskonzepts.

Start der Exkursion per Bus ist 11.00 Uhr am Rathausmarkt. Dies sind Hin-tergrund-Informationen zu der dreistündigen Tour:


Jenfeld: CO2-Einsparungen und Migranten Coaches

Bei den SAGA-Beständen in der Jenfelder Allee, Kreuzburger Straße, Kel-loggstraße informiert SAGA GWG über die energetische Fassadensanie-rung von 770 Wohnungen aus den frühen 1970er-Jahren. Die zwischen 2004 und 2006 ausgeführten Maßnahmen realisieren Energieeinspareffek-te von rund 35 % gegenüber vorher, was an dieser Stelle 300 Tonnen CO2 pro Jahr einspart.

Investiert wurden knapp 18 Mio. Euro für die Modernisierung der Gebäu-dehülle, Erneuerung der Dachabdichtung, Betonsanierung an Fassaden und Loggien, Sicherung der vor gehängten Fassadenplatten, Erhöhung des Wärmeschutzes durch Wärmedämmverbundsystem und isolierverglaste Fensterelemente, Verbesserung der Eingänge durch Windfänge.

Von den 770 Wohnungen sind weit mehr als die Hälfte mit drei Räumen für Familien geeignet. Alle WE sind öffentlich gefördert. Durchschnittsmiete derzeit bei 4,98 Euro/m² netto-kalt.

Fluktuationsquote 2006 war 8 %, sinkend, 1. Quartal 2007 schon 7 %.

Altersstruktur des Quartiers     
    
bis 17 Jahre  rd. 27 %   
bis 30 Jahre  rd. 21 %
bis 50 Jahre  rd. 28 %
bis 60 Jahre  rd. 11%
über 61 Jahre  rd. 13 %

Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund liegt bei  35 %.

Die zuständige SAGA-Geschäftsstelle betreut in Jenfeld 8.155 Wohnungen.

 

Migranten Coaches ist ein erfolgreiches, soziales Projekt in Zusammen-arbeit von AWO, AQtivus und SAGA GWG. Dabei werden 20 ausländische Akademiker im Rahmen von befristeten, berufsqualifizierenden Beschäfti-gungsverhältnissen als Fremdsprachbetreuer in zehn Wohnanlagen von SAGA GWG, um Mieter mit Migrationshintergrund und Sprachproblemen bei verschiedenen Aufgaben und Konflikten zu unterstützen.

Die CHANCE Beschäftigungsgesellschaft, eine 100%-Tochter von SA-GA GWG,  betreibt rund 80 Hausbetreuerlogen in Hamburg mit etwa 200 Betreuern. CHANCE bietet langzeitarbeitslosen Menschen befristete Be-schäftigungsverhältnisse für jeweils zehn Monate als Hausbetreuer zur Qualifizierung mit dem Ziel, sie mit einer sinnvollen regelmäßigen Arbeit für den 1. Arbeitsmarkt fit zu machen. CHANCE gibt es seit zehn Jahren. Die Vermittlungsquote in den 1. Arbeitsmarkt liegt bei erfolgreichen 25 %.

 


St. Pauli: Urbanes Wohnen für fast jeden Anspruch

Das Wohngebiet St. Pauli-Süd liegt zu beiden Seiten der Reeperbahn und nach Osten bis Pepermölenbek an der Grenze zu Altona. Der Bestand um-fasst rund 1.400 Wohnungen (1.200 SAGA und 200 GWG). SAGA GWG bietet ein differenziertes Wohnungsangebot von kleinen Single-Wohnungen bis zu familiengerechten Größen.

Die Mieten sind günstig: bei mehr als 1.000 Wohnungen von SAGA GWG unter 6 Euro/m² netto-kalt. Die Durchschnittsmiete bei den 1.400 Wohnungen liegt bei 6,10 Euro/m² netto-kalt.

Fluktuationsquote: rund 8 %, Tendenz leicht steigend.

Der bauliche Zustand hat sich sehr verbessert: 1998 waren rund Zwei Drittel des Bestandes noch ohne Zentralheizung und Bad ausgestattet. Heute sind Bad und Zentralheizung selbstverständlich. Verblieben sind le-diglich noch zwei Objekte am Pinnasberg, die aufgrund von Instandset-zungsverträgen noch offiziell ohne Heizung und Bad bei uns geführt wer-den, jedoch diese Ausstattung von ihren Mietern erhalten haben.


Neubauprojekte auf St. Pauli-Süd

Neu gebaut wurden in St. Pauli-Süd 153 WE für Investitionskosten von 16 Mio. Euro einschließlich Tiefgaragen. Die Neubauten erreichen durchweg den Niedrigenergiehausstandard von unter 60 kWh/qm p. a.

Die in den vergangenen drei Jahren von SAGA neu gebauten Wohnungen in der Talstraße, Lincoln- und Trommelstraße sowie Herrenweide sind zu zwei Dritteln öffentlich gefördert – mit entsprechend günstigen (familien-freundlichen) Mieten.

Neubau Trommelstraße Ecke Lincolnstraße: Nach Abbruch von unbe-wohnten Altbauten sind 58 familiengerechten Wohnungen mit Niedrigener-giehaus-Standard und Tiefgarage entstanden. Die WE sind gut nachgefragt und voll vermietet. Im Erdgeschoss ist ein Restaurant eingezogen.

An der Talstraße und Herrenweide entstanden öffentlich geförderte Woh-nungen mit Mieten um 6 Euro/m² netto-kalt.

Behutsame Modernisierung von Altbauen
Die schönen und verzierten SAGA-Bestände insbesondere am Hein-Köllisch-Platz, Lange Straße und Pinnasberg sind modernisiert worden mit Ausstattungsverbesserungen in den Wohnungen und energetischen Opti-mierungen der Gebäudehülle – bei Wahrung des Altbau-Charmes.

Neubauplanung: Finkenstraße
Das Eckhaus Finkenstr. 19 und die Finkenstr. 17 – das einfache Altbauten mit winzigen Wohnungen (Schnitt 35 m2) heute standgefährdet mit starken Rissen – sollen abgebrochen werden. Anstelle der abgängigen 16  WE plant SAGA GWG an der Stelle den Neubau eines Gebäudes mit 22 Woh-nungen mit Durchschnittsgrößen um 77 m2 und statt Tiefgarage Parkflä-chen im Erdgeschoss „unter dem Gebäude“. Die Planungen könnten bald umgesetzt werden.

Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund liegt bei 35 %.

Altersstruktur des Quartiers St. Pauli-Süd   

Bis 17 Jahre  17,8 %   
Bis 30 Jahre  19,4%
Bis 50 Jahre  36,4%
Bis 60 Jahre  11,3 %
Über 61 Jahre  15,2%

 


Lurup: Wohnen im Grünen für Familien

Die Siedlung am Lüttkamp umfasst heute 470 Wohneinheiten, davon etwa die Hälfte familiengerechte Reihenhäuser. Die Hälfte der 470 Wohnein-heiten ist öffentlich gefördert mit entsprechend günstigen Mieten.

Die Reihenhäuser sind durch Neubau und Umbau von „Duplex-Häuschen“ (Reihenhaus mit zwei Wohneinheiten EG und OG) entstanden. Im Stadtteil Lurup hat SAGA GWG 2.200 Wohnungen, im Teilgebiet Lüttkamp 470 Wohnungen. Die Durchschnittsmiete im Quartier Lüttkamp liegt bei 5,67 Euro/m² netto-kalt. Fluktuationsquote liegt bei 9,5 % am Lüttkamp.

Auffällig ist der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen im Neubau-gebiet Lüttkamp mit 160 Wohneinheiten. Wir vergleichen…

Altersstruktur im Gebiet Lüttkamp  im Neubau-Bereich (160 WE) 
Bis 17 Jahre  rd. 20 %  rd. 41 %  
Bis 30 Jahre  rd. 15 %  rd. 15 %
Bis 50 Jahre  rd.  33%  rd. 36 %
Bis 60 Jahre  rd. 16 %  rd   6 %
Über 61 Jahre rd.  16 %  rd.  2  %

Familiengerechte Neubauten tragen deutlich zur Verjüngung des Gebietes bei. Der Anteil der Bewohner mit Migrationshintergrund liegt bei  16 %.

Ev. Stiftung Alsterdorf
Die Stiftung betreibt ein Wohnprojekt für Behinderte am Lüttkamp 141 mit  neun abgeschlossenen barrierefreien Wohnungen mit 2 – 3 Zimmern und einem Gewerbeobjekt für einen Pflegedienst. Damit setzt die Stiftung Als-terdorf ein Konzept zur dezentralen Unterbringung um.

Neubauprojekt für Senioren
Das SAGA-Neubauprojekt Elbgaustr. 170 mit 27 barrierefreien Wohnungen auf drei Geschossen mit Aufzug trifft auf besonderes Miet-Interesse von Senioren.

Das Quartier Lüttkamp ist Teilbestand der Geschäftsstelle Osdorf mit 8.892 Wohnungen.


Noch ein Wort zu unserem Engagement insgesamt in Hamburg…


Wir fördern Kunst im Quartier

Kunst im Quartier belebt die Nachbarschaft, regt zur Kommunikation an und stärkt die Identifikation der Menschen mit ihrer Wohnanlage und ihrem Viertel. Deshalb fördern wir die Kunst. Beispiele:

Rund 400 Plastiken stehen In den Wohnanlagen von SAGA GWG, geschaffen von Hamburger Bildhauern seit den 1920er Jahren. Einer Tradition des Hauses folgend, wird bei großen Baumaßnahmen immer auch an Kunst im Wohnumfeld gedacht – und dafür investiert.

Stadtteilbezogene Kunstaktivitäten werden gezielt unterstützt, um positive Impulse in den Quartieren zu stützen wie z. B. Veddel, Wilhelmsburg, Neustadt (Großneumarkt) und viele andere…

Im neuen Szeneviertel Veddel stehen seit 2006 vier Künstlerateliers zur Verfügung. Ein Quartierskünstler arbeitet im Stadtteil mit Zweijahres-Stipendium von SAGA GWG. Dort wurde die milieugeschützte „Sporthalle Veddel“ am Zollhafen 5b saniert und ausgebaut, in der seit Anfang 2006 Sport und Kultur angebo-ten wird.

Beispiel: In den Grindelhochhäusern bestehen seit den 1950ern in den Dachgeschossen 11 Atelierwohnungen für Maler, Bildhauer, Autoren und Fotografen.
 
„Kunst im Treppenhaus“ in 22 Hochhäusern
Mit der eigenen Reihe „Kunst im Treppenhaus“ bringt SAGA GWG seit Jahren Kunstwerke in hohe Wohnhäuser, um den Mietern einen Kunstgenuss im eigenen Stockwerk zu ermöglichen und damit zugleich die Identifikation der Menschen mit ihrem Quartier zu fördern. Dazu werden Originale von weniger bekannten Hamburger Künstlern auf starke Faserplatten übertragen und in den Stockwerken angebracht. Vandalismus kommt dabei nicht vor. „Kunst im Treppenhaus“ umfasst inzwischen rund 270 Werke in 22 Hochhäusern in Osdorf, Groß Borstel, St. Pauli, Mümmelmannsberg, Neuwiedenthal, Lohbrügge.

Kulturreihen
Angefangen vor sechs Jahren gibt es inzwischen drei Bühnenprogramme von SAGA GWG. Regelmäßig treten Musiker oder Theatergruppen in speziell ausgerüsteten Räumen für kleines Geld vor Mietern und Nachbarn auf. Die „live“-Veranstaltungen sind beliebt und stets ausverkauft. Titel: neuwiedenthal live, bünte live (Harburg), veddel live und horn live (ab Herbst 2007).

SAGA GWG ist Hauptförderer des Festivals Hamburger Comedy Pokal.

 

Wir fördern Sport im Stadtteil

Seit zwölf Jahren veranstaltet SAGA GWG Sportangebote in 25 Hamburger Stadtteilen, kostenfrei für die Teilnehmer, regelmäßig und professionell pädagogisch und sportlich betreut.

Im Rahmen des eigenen Sportprogramms „move!“ finden jedes Jahr rund 300 Veranstaltungen in 25 Stadtteilen und 12.000 Teilnehmern statt. Bekannt sind die Turniere „Stadtteilmeisterschaft“ (Mini-WM), Boule „Kugelsicher Cup“ und der Hochhauslauf Treppenstürmer.

Entstanden ist das Sportprogramm 1995 im Rahmen der sozialen Quar-tiersentwicklung als flankierende Maßnahme der SAGA in Stadtteilen mit geringem Freizeitangebot für die Bewohner. Aus hoffnungsvollen Anfän-gen mit reger nachbarschaftlicher Beteiligung hat sich im Laufe der Zeit ein Sportangebot entwickelt mit jährlich wechselnden Sportarten: Basketball, Streetball, Fußball, Boule, Fahrradtraining, Klettern, Kanufahren, Kampfkunst, Inline-skaten und den größten Treppenläufen des Nordens („Treppenstürmer“).

move! ist mehr als Sport in den Stadtteilen. Den Teilnehmern werden neben Spaß an der Bewegung auch Werte und Sozialverhalten vermittelt, getragen von Fairplay, Integration, Akzeptanz von Regeln sowie Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Stilen. Geboten werden auch besondere Freizeitangebote für Mädchen.

 

Allgemeine Angaben zu den Wohnungsbeständen von SAGA GWG


Die Anzahl der Wohnungen und Reihenhäuser, Garagen und Gewerbeob-jekte beläuft sich auf rund 135.000 Wohneinheiten (WE). Fast zwei Drittel davon entstanden zwischen 1949 und 1969. Prozentwerte gerundet.

Baualtersklassen
10 % Baujahre bis 1948 (Altbau)
65 % 1949 bis 1969
21,5 % 1970 bis 1992 (u. a. Großwohnsiedlungen)
3,5 % ab 1993 (d.h. 4.700 Wohnungen)

Rund 80 % unserer Wohneinheiten haben 2 bis 3 Räume:
10 % der Wohnungen sind 1-Zimmer WE
51 % 1 1/2 bis 2 1/2 Zimmer WE
29 % 2 2/2 bis 3 Zimmer WE
10 % 3 1/2 Zimmer und größer

Unsere Durchschnittsmieten in Hamburg (Stand Mai 2007):
11 % der Wohnungen haben eine Miete unter 3,90 Euro netto kalt/m².
80 % der Wohnungen liegen zwischen Euro 3,91 bis 6,40 netto kalt/m².
9 % der Wohnungen kosten über Euro 6,41 netto kalt/m².

Leerstand und Fluktuation (Stand Mai 2007):
Die Leerstandsquote liegt bei 0,8 %  - Tendenz sinkend.
Die Fluktuationsquote liegt bei 9,5 %  - Tendenz sinkend.

 

Ansprechpartner

Pressestelle des Senats, Susanne Meinecke, Telefon: (0 40) 428 31-2183, susanne.meinecke@sk.hamburg.de

SAGA GWG, Leiter Unternehmenskommunikation, Carl Mario Spitzmüller,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 11

Unsere Aufgabe
SAGA GWG vermietet rund 135.000 Wohnungen und Gewerbeobjekte und leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter und Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf Basis eines langfristigen Unternehmenskonzepts verfolgt der städtische Konzern eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zugleich des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren. Dies führt zu stabilen Nachbarschaften und ist zugleich Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg des Unternehmens als Systemvermieter und Bestandshalter. Diese Balance kennzeichnet den Hamburger Weg.