Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Hochhaus in Heimfeld wird abgebrochen

Ehemaliges Männerwohnheim Grumbrechtstraße wird abgerissen

(07.03.2007) Das ehemalige „Männerwohnheim“ in Harburg, Grumbrechtstraße 76, 21075 Hamburg, wird in den kommenden Tagen planmäßig abgerissen. Das Hochhaus ist wegen mangelnder Nachfrage und damit über Jahre anhaltender Unwirtschaftlichkeit im Herbst 2006 für immer von SAGA geschlossen worden. Die letzten Mieter waren zuvor ausgezogen. Seit 2001 waren die Heimplätze in dem 11-geschossigen Gebäude nur noch etwa zur Hälfte belegt.

Das Haus wurde 1964 von SAGA mit Beteiligung namhafter Industrieunternehmen als „Arbeitnehmerwohnheim“ erbaut und ist heute technisch veraltet. Für einen langsamen Rückbau, der die Umgebung schont, rückte am Montag schweres Gerät auf das Gelände. Heute beginnt der Abbruch.

Ein großer Kettenbagger mit einem etwa 30 Meter langen Maschinenarm und einer hydraulischen Betonknacker-Schere wird das Gebäude von oben nach unten, Etage für Etage, zerbröseln. Am Ende werden LKW den Schutt abfahren. Etwa drei Wochen werden die Abbrucharbeiten dauern. 

Im Herbst 2004 hatte SAGA entschieden, wegen anhaltender Unrentabilität den Standort zu schließen. Den Bewohnern wurden über zwei Jahre zahlreiche alternative Wohnangebote unterbreitet – in einem geduldigen Prozess, begleitet unter anderem von Kirche, Bezirkspolitikern, Lawaetz-Stiftung und SAGA. Der letzte Mieter zog im Herbst 2006 in eine kleine SAGA-Wohnung in Hoheluft.

 

Fakten zur Geschichte des Wohnheims Grumbrechtstraße 76 (Heimfeld)

Wohnheim mit 273 Bettplätzen in 229 Zimmern, Etagenweise gemeinschaftliche Sanitäranlagen und Gemeinschaftsküchen
1964 als Arbeitnehmerwohnheim errichtet in massiver „Schottenbauweise“ (nachträglich nicht veränderbare, eintönige Betonkonstruktion)
2005 besteht nahezu keine Nachfrage mehr nach dieser Wohnform. Auch für die Nutzung durch den Bezirk (Asylbewerber) besteht kein Bedarf mehr an dieser Stelle. Es gibt genügend Ersatzunterkünfte
Juni 2005 sind 108 Plätze belegt: 58 von SAGA, 50 vom Bezirk Harburg
Geprüft wurde der Erhalt des Hauses zu wirtschaftlich vertretbaren Investitionen. Weder ein Umbau zu Wohnungen noch zu einem Studentenwohnheim wäre technisch oder wirtschaftlich realisierbar
Mieterversammlung November 2004: SAGA kündigt Schließung und Abbruch an
In kooperativer und rücksichtsvoller Weise wird mit allen verbliebenen Mietern gesprochen mit dem Ziel, adäquaten und günstigen Wohnraum an anderer Stelle anzubieten. Die Bewohner ziehen um in Wohnungen, wechseln auf einen Bettplatz im SAGA-Wohnheim An der Hafenbahn, Wilhelmsburg, oder finden individuelle Lösungen
Ein zwischenzeitlich gewünschtes, gemeinsames Wohnprojekt, moderiert durch die Lawaetz-Stiftung, wurde von der Mietergruppe 2005 abgelehnt


Carl Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 11

Unsere Aufgabe
SAGA GWG vermietet rund 135.000 Wohnungen und Gewerbeobjekte und leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter und Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf Basis eines langfristigen Unternehmenskonzepts verfolgt der städtische Konzern eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zugleich des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren. Dies führt zu stabilen Nachbarschaften und ist zugleich Voraussetzung für den ökonomischen Erfolg des Unternehmens als Systemvermieter und Bestandshalter. Diese Balance kennzeichnet den Hamburger Weg.