(03.07.2006) Hamburgs Wohnungsunternehmen SAGA GWG mit 135.000 Wohnungen hat das Geschäftsjahr 2005 mit einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Ergebnis bei erneut gewachsener Kundenzufriedenheit sowie unverändert hoher Investitionstätigkeit positiv abgeschlossen. Mit Vorlage des Geschäftsberichts 2005 heute vor der Presse in den Räumen des Konzerns hat der Vorstand, Lutz Basse (Vorsitzender), Willi Hoppenstedt und Michael Sachs, über das abgelaufene Geschäftsjahr berichtet.
SAGA GWG leistete der Freien und Hansestadt Hamburg auch im Berichtsjahr nennenswerte Beiträge für den Haushalt, förderte den sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren und stützte den Mittelstand.
Die Ergebnisse des Unternehmensverbunds im Geschäftsjahr 2005:
Das Ergebnis vor Steuern beträgt insgesamt 62 Mio. Euro (Vorjahr 51,3 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf 56,1 Mio. Euro (davon SAGA 46,5 Mio. Euro und GWG 9,6 Mio. Euro).
Der Konzernumsatz lag bei 750,3 Mio. Euro (SAGA 545,4 und GWG 204,9) gegenüber 738,3 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung konnten gegenüber 2004 durch die Nutzung von Ertragspotenzialen und durch Mietveränderungen erneut gesteigert werden.
Die Investitionen in grundlegende Modernisierungen, Instandhaltung und Neubau beliefen sich auf 244,5 Mio. Euro (SAGA 168,1 und GWG 76,4). Diese unverändert hohe Bautätigkeit zur Absicherung der Produktqualität auf hohem Niveau verbesserte das Wohnungsangebot beider Unternehmen.
Die Neubautätigkeit von insgesamt 100 fertig gestellten Wohnungen ergänzte 2005 die qualitative Weiterentwicklung des vorhandenen Wohnungsangebotes von SAGA GWG.
Die Zahl der Beschäftigten im Unternehmensverbund verringerte sich im Berichtsjahr leicht auf insgesamt 946 (2004: 980). Als großer Ausbilder in Hamburg bildete SAGA GWG insgesamt 46 junge Menschen zu Kaufleuten der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft aus (2004: 43 Azubis).
Der Eigentumswohnungsvertrieb leistete im dritten Jahr seiner Geschäftstätigkeit mit der Veräußerung von 381 Wohnungen aus den Beständen von SAGA GWG einen überplanmäßigen Ergebnisbeitrag (2004: 294).
Mit dieser positiven Entwicklung übertrifft der Konzern die langfristigen Ziele des Unternehmenskonzeptes „Zukunftsperspektiven SAGA GWG 2010 – Chancen einer nachhaltigen qualitativen Wachstumsstrategie" und hat seine Position als strategischer Partner zur Verwirklichung von Hamburgs Stadt- und Stadtteilentwicklungspolitischen Zielen sowie als großer Investor für die mittelständische Bauwirtschaft weiter gefestigt.
Serviceorientierung, Produktqualität und Güte der Dienstleistungen werden konsequent verbessert. Wachsende Werte bei der Wohnzufriedenheit unserer Kunden und die annähernde Vollvermietung des Wohnungsbestandes (mehr als 99 Prozent) bestätigen den Erfolg dieses Engagements.
Der Vorstand erläuterte vor Journalisten die strategische Ausrichtung der Unternehmen zur Stärkung von Hamburgs Lebensqualität in der Wachsenden Stadt, die sich in diesen vier Grundpositionen ausdrückt:
SAGA GWG…
1. … ist Stadtentwicklungspartner, Quartiersentwickler und immobilienwirtschaftliches Kompetenzzentrum.
2. … arbeitet überdurchschnittlich ertragreich im Gesamtportfolio der unternehmerischen Beteiligungen der Stadt.
3. … ist Großinvestor, Mittelstandsmotor und Konjunkturstütze.
4. … sichert über seine Vermögensposition und die Vermögenswertentwicklung Zukunftsverpflichtungen der Stadt.
Die Integration beider Unternehmen SAGA und GWG im Gleichordnungskonzern vollzieht sich planmäßig seit 1999. Der sechsjährige Wachstums- und Konsolidierungsprozess mit Steigerung von Ertragskraft, Ergebnissen und Vermögenswerten führte nach der räumlichen Zusammenführung 2004 mit Verwaltungssitz in Barmbek nun Ende 2005 zum Senatbeschluss, auch kapitalseitig die Integration beider Unternehmen zu vollziehen. Demzufolge wird die SAGA bis 2010 Anteile der GWG übernehmen.
Der Kaufpreis wird überwiegend aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Konzerns (Cashflow) erwirtschaftet werden. Trotz dieser Belastung wird SAGA GWG weiterhin auf unverändert hohem Niveau in die Wohnungsbestände und Quartiere investieren. Die Zahl der Mitarbeiter wird annähernd stabil bleiben. Für die rund 300.000 Mieter ändert sich nichts.
Mit dieser Lösung folgte der Gesellschafter einem Vorschlag von SAGA-Vorstand und GWG-Geschäftsführung und behält zudem alle wichtigen Handlungsoptionen für eine strategische Stadtentwicklung in der Hand:
die langfristige Steuerungsfähigkeit der städtischen Wohnungspolitik,
den erfahrenen Partner für eine verlässliche Stadtteil- und Quartiersentwicklung,
langfristig abgesicherte Haushaltsbeiträge und
den Erhalt und Ausbau erheblicher Vermögenswerte durch Investitionen in die Bestände.
Projekt zur Aufwertung von Hamburgs Süden (2005)
Im Rahmen einer konzernweiten Projektarbeit wurde Hamburgs Süden von SAGA GWG aus wohnungswirtschaftlicher Sicht analysiert und Handlungsoptionen zur Aufwertung und Entwicklung der Quartiere erarbeitet. Ziel war, eine Reihe von städtebaulich und sozial benachteiligten Quartieren im Süden aufzuwerten, um nachhaltig die Vermietbarkeit der Bestände zu fördern und die Investitionen in die 21.300 eigenen Wohnungen im Süden von rund 360 Mio. Euro zwischen 1995 und 2005 abzusichern. Der Werkstattbericht „Hamburgs Süden. Bestandsaufnahme und Ausblick“ wurde im Rahmen des Expertenforums „Sprung über die Elbe“ im November 2005 mit Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter in Wilhelmsburg präsentiert.
Neue Kundengruppen haben den Süden bereits für sich entdeckt: Beispielsweise durch das Förderprogramm der FHH für studentisches Wohnen sind inzwischen 300 Studenten auf die Veddel gezogen. Seit Frühjahr 2006 lockt das erweiterte Programm mit Erfolg Studenten auch nach Wilhelmsburg.
"Werte schaffen – Balance halten" ist der Titel des diesjährigen Berichts. Gemeint ist die auskömmliche Lösung des Zielkonfliktes zwischen wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und sozialer Balance in den Wohnquartieren. Werte schaffen – Balance halten ist Aufgabe und zugleich Erfolg des Geschäftsmodells von SAGA GWG in der Wachsenden Stadt Hamburg. Dieses Geschäftsmodell ist langfristig angelegt und hat seine Wurzeln im sozialen Wohnungbau seit den 1920er Jahren. Nicht der kurzfristige Renditeerfolg mit einem Ausstieg nach wenigen Jahren steht im Fokus, sondern die verantwortungsvolle und nachhaltige Entwicklung von Wohngebieten und Vermögenswerten für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt.
Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66-91 11
Unsere Aufgabe
SAGA GWG bewirtschaftet rund 135.000 Wohnungen, davon die Hälfte frei finanziert. Der städtische Konzern leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter und Quartiersentwicklungen im Sinn einer „Stadtrendite“ erhebliche Beiträge zur Vermögenssicherung und Stadtqualität der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf Basis eines langfristigen Unternehmenskonzepts verfolgt der Konzern eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zum sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren als ökonomische Voraussetzung für den Erfolg des Geschäftsmodells als Bestandshalter.