SAGA übernimmt Kapitalanteile von GWG
(14.12.2005) Der sechsjährige Wachstums- und Konsolidierungsprozess von SAGA GWG führt nach der erfolgreich bewältigten organisatorischen und räumlichen Zusammenführung mit zentralem Verwaltungssitz in Barmbek nun auch zur kapitalseitigen Integration beider Unternehmen. Die SAGA beabsichtigt, die Anteile an der GWG zu übernehmen.
Der Kaufpreis nach Wertgutachten wird überwiegend aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Konzerns (Cashflow) ratierlich bis 2010 beglichen. Trotz dieser Belastung wird SAGA GWG weiterhin auf unverändert hohem Niveau in die Wohnungsbestände und Quartiere investieren: 250 bis 300 Mio. Euro pro Jahr. Die Zahl der Mitarbeiter wird mit rund 980 Mitarbeitern auch künftig stabil bleiben. Für die rund 300.000 Mieter bei SAGA oder GWG ändert sich nichts.
Der Vorstandsvorsitzende von SAGA GWG, Lutz Basse, erklärt: „Mit dieser guten Lösung behält die Stadt alle wichtigen Trümpfe in der Hand: die langfristige Steuerungsfähigkeit der Wohnungspolitik, den erfahrenen Partner für eine verlässliche soziale Stadtentwicklung, außerdem langfristig abgesicherte Haushaltsbeiträge und den Erhalt der erheblichen Vermögenswerte durch unsere Investitionen.“
Trotz der Ankaufsleistungen durch die Konzern-Integration erwartet der Vorstand eine weitere Verbesserung der Ergebnisse u. a. beim Cashflow sowie beim Ergebnis vor Steuern (EBT).
Die Anteilsübernahme bringt wichtige Vorteile für das Unternehmen: Einfacher und direkter, weil unternehmensübergreifend, werden sich das Immobilien-Portfolio optimieren und Investitions- und Kapitaldienststrategien umsetzen lassen. Mit der nun vollzogenen Konzernbildung folgt der Gesellschafter den Vorschlägen des 2002 dargestellten Unternehmenskonzepts.
Hamburg geht damit einen anderen Weg als andere Kommunen, die ihre Wohnungsunternehmen an große Finanzinvestoren veräußerten, um Haushaltsdefizite auszugleichen.
Position
In der Wachsenden Stadt positioniert sich der städtische Wohnungskonzern SAGA GWG als leistungsfähiger Partner zur strategischen Absicherung von Haushaltsbeiträgen und Vermögenswerten sowie zur nachhaltigen und sozialen Stadtentwicklung der Freien und Hansestadt Hamburg. Nach wie vor dem sozialen Ausgleich verpflichtet, gepaart mit besonderer immobilienwirtschaftlicher Kompetenz, ist SAGA GWG Treiber für Aufwertungsprozesse gerade in benachteiligten Stadtteilen. Als überdurchschnittlich ertragreiches Unternehmen im städtischen Gesamtportfolio wirkt SAGA GWG über seine Investitionstätigkeit zudem als Mittelstandsmotor und Konjunkturstütze für Hamburg.
Hintergrund
Der Prozess der Konzernbildung begann im Juli 1999 mit dem Zusammengehen beider Unternehmen als Gleichordnungskonzern. Damals waren SAGA (Aktiengesellschaft) und GWG (GmbH) jeweils wirtschaftlich eigenständig und anteilsmäßig noch nicht verbunden. Mit dem Erwerb der Anteilsmehrheit durch SAGA und damit die kapitalmäßige Verflechtung zwischen den Unternehmen wird Organschaft hergestellt. Die Unternehmen behalten ihre jeweilige Rechtsform, AG und GmbH.
Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation,
Tel. (0 40) 4 26 66 91 11
Unsere Aufgabe
SAGA GWG bewirtschaftet rund 135.000 Wohnungen, davon knapp die Hälfte frei finanziert. Der städtische Konzern leistet mit Zahlungen an den Gesellschafter und Quartiersentwicklung im Sinn einer „Stadtrendite“ erhebliche Beiträge zur Vermögenssicherung und Stadtqualität der Freien und Hansestadt Hamburg. Auf Basis des Unternehmenskonzepts „SAGA GWG 2010“ verfolgt der Konzern eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zum sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren als ökonomische Voraussetzung für den Erfolg des Geschäftsmodells als Bestandshalter.