Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Zurück in die Zukunft: Gartenstadt Hohnerkamp wird 50

GWG veranstaltet großes Jubiläumsfest in Bramfeld

(20.08.2004) Die zwischen 1953 und 1954 erbaute Gartenstadt-siedlung Hohnerkamp im Norden Bramfelds gilt bis heute als zukunftsweisender Meilenstein in Hamburgs Architekturgeschichte. Mit dem damals größten Wohnungsbauvorhaben der Nachkriegszeit konnte der Architekt Hans Bernhard Reichow (*1899 †1974) seine Vorstellungen vom Wohnen in urbaner und zugleich grüner Umgebung mit hohem Naherholungswert verwirklichen. Die Gartenstadt-Siedlung der GWG mit 1.530 Wohnungen und eigenem Wegenetz ist eingebettet in eine großzügig angelegte Grün- und Gartenanlage. Die Fassaden der seit 1987 unter Denkmalschutz stehenden Gebäude erstrahlen modernisiert in den Original-Pastellfarben der 1950er Jahre. Viele Mieter sind ihrer Gartensiedlung lange treu geblieben. Am 15.12.1953 zogen die ersten Bewohner ein und zum 15.08.1954 folgte die Mehrheit der Neumieter. Heute wohnen rund 150 Menschen seit den Tagen des Erstbezugs in ihrer Siedlung. Der Vermieter GWG veranstaltet für Mieter und Freunde ein großes Jubiläumsfest am 20. August mit Live-Musik, Kinderspielen, Kino und Imbiss im Stil der 1950er Jahre. 

An dem Festakt „50 Jahre Gartenstadt Hohnerkamp“ heute um 11.00 Uhr auf der Rasenfläche gegenüber Hohnerkamp Nr. 67 in Hamburg-Bramfeld nahmen rund 200 geladene Gäste, darunter 85 Erstmieter, der Vorstand von SAGA GWG und Journalisten teil. Nach einem Grußwort von Michael Sachs, Vorstandsmitglied der SAGA und Mitglied der Geschäftsführung GWG, hielt Prof. em. Dr.-Ing. Gerd Albers über die architektonische Bedeutung der Siedlung und das Werk Reichows einen Vortrag.

Am Nachmittag ab 16.00 Uhr fand an selber Stelle das große Jubiläumsfest im Stil der 1950er Jahre statt: mit Nierenform-Mobiliar, Oldtimerautos, Tanzshow, Elvis-Imitator und Musik der Rock´n Roll Band Randy Rich & The Poor Boys sowie Kaffee und Kuchen. Ab 21.00 Uhr wurde ein von Schülern der Grundschule Hohnerkamp gedrehter Hohnerkamp-Videofilm als Open Air Kino gezeigt. Anschließend lief ein neuer Kinofilm über das “Wunder von Bramfeld”.

Zum Hohnerkamp-Jubiläum erscheint das SAGA GWG Mietermagazin „WIR gemeinsam“ mit einer Extra-Ausgabe. Darin schreibt Hamburgs Oberbaudirektor, Professor Jörn Walter, in seinem Grußwort:

„Der Hohnerkamp ist eine der ersten Siedlungen, in der die Ideale und Wertvorstellungen am damaligen Stadtrand eine geschlossene und vollkommene Gestalt annehmen konnte. ‚Soviel Anfang‘ wie bei den Planungen für den Hohnerkamp gab es sonst selten: erstmals ein kompromisslos nach Südwesten orientierter Wohnungsbau, erstmals eine konsequente Trennung des Fuß- und Radverkehrs vom Autoverkehr und schließlich (fast) zum ersten Mal der vom sozialen Engagement zeugende Versuch zur sozialen Mischung durch die Kombination unterschiedlicher Bautypen, wie zweigeschossige Reihenhäuser, dreigeschossige Mietwohnungszeilen und sechsgeschossige ‚Punkthäuser‘ in vielfältiger Gruppierung.


Foto: Hamburgs Oberbaudirektor Professor Jörn Walter

Seine unverwechselbare Gestalt erlangte der Hohnerkamp durch die besondere Handschrift seines Architekten, Hans Bernhard Reichow, mit seinen Vorstellungen von einer ‚organischen‘ Stadtbaukunst, die alle rational hergeleitete Rechtwinklichkeit entschieden ablehnte und uns so ein faszinierendes Beispiel des fließenden und geschwungenen Raumes hinterlassen hat.“

 

Ihr Ansprechpartner:

Mario Spitzmüller, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


Der Unternehmensverbund SAGA GWG bewirtschaftet rund 135.000 Wohnungen, davon knapp die Hälfte frei finanziert. Der Gleichordnungskonzern leistet mit Dividendenzahlungen und Quartiersentwicklung im Sinn einer „Stadtrendite“ erhebliche Beiträge zur Haushaltskonsolidierung und zur Stadtqualität der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit dem Unternehmenskonzept „SAGA GWG 2010“ verfolgt der Verbund eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und zum sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren als ökonomische Voraussetzung des Geschäftsmodells eines Bestandshalters.