Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Stadtrendite – doppelter Nutzen

SAGA GWG präsentiert Geschäftsbericht 2003

(22.06.2004) Hamburgs wohnungswirtschaftlicher Unternehmensverbund SAGA GWG hat das Geschäftsjahr 2003 erfolgreich abgeschlossen. Dies belegen die Kennzahlen der Unternehmen
SAGA und GWG, die sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr weiterhin positiv entwickelt haben.

- Umsatz: 703,3 Mio. Euro (SAGA: 507,8 Mio. Euro gegenüber 482,8 in 2002; GWG: 195,5 Mio. Euro gegenüber 190,7 in 2002);

- Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern, EAT): 36,9 Mio. Euro (SAGA: 31,3 Mio. Euro gegenüber 21,4 in 2002; GWG: 5,6 Mio. Euro gegenüber 4,1 in 2002);

- Eigenkapitalquoten nach Ausschüttung: SAGA: 13,3 % (2002: 12,9) und GWG: 15,3 % (2002: 15,1).

Das Berichtsjahr war mit über 303 Mio. Euro zudem geprägt von unvermindert hoher Investitionstätigkeit.

Der Gleichordnungskonzern leistete im Geschäftsjahr 2003 mit Dividendenzahlungen, Investitionen in die Wohnungsbestände und mit Quartiersentwicklung im Sinne einer "Stadtrendite" nennenswerte Beiträge zur Haushaltskonsolidierung und zur Förderung von Stadtqualität der Freien und Hansestadt Hamburg. Aus dem Bilanzgewinn von 15,6 Mio. Euro im Jahr 2003 wird die SAGA eine Dividende von 12,2 Mio. Euro an die Stadt ausschütten und 3,4 Mio. Euro in die Rücklagen einstellen. Die GWG erbringt weiterhin ihren Beitrag durch planmäßige Tilgung eines Gesellschafterdarlehens aus einbehaltenen Jahresüberschüssen.

Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz, die am künftigen, gemeinsamen Unternehmenssitz in Hamburg-Barmbek in Mitten des historischen Fabrikgebäudeensembles des Museums der Arbeit stattfindet, berichteten Vorstand und Geschäftsführung der im Gleichordnungskonzern zusammengeschlossenen Unternehmen SAGA GWG, Lutz Basse, Willi Hoppenstedt und Michael Sachs, über das Geschäftsjahr 2003.
Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung SAGA GWG, erklärte:

"Mit unserer Arbeit unterstützen wir die wohnungs- und stadtentwicklungspolitischen Ziele der Stadt. Mit unserer Investitionstätigkeit fördern wir Wohnen, Wirtschaft und Arbeit und die Entwicklung in den Stadtquartieren. Den Haushalt stärken wir zusätzlich mit Dividendenzahlungen. Mit diesen finanziellen und sozialen Aspekten einer Stadtrendite generiert der Gleichordnungskonzern SAGA GWG doppelten Nutzen für die Stadt Hamburg."


Investitionen

Ausgehend von festgelegten Rentabilitätsleitlinien konzentrieren sich die Unternehmen darauf, insbesondere sozial, infrastrukturell und städtebaulich benachteiligte Stadtteile aufzuwerten, auch um den künftigen Wert ihrer Immobilienbestände zu sichern.

SAGA und GWG investierten für bestands- und quartiersorientierte Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie für eine begleitende Neubautätigkeit im Berichtsjahr insgesamt 303,8 Mio. Euro (SAGA: 223,8 gegenüber 201,4 in 2002; GWG: 80 gegenüber 78,1 in 2002).


Beispiele für die aktuelle Bautätigkeit der SAGA

- Lurup: Im Rahmen eines mehrjährigen Investitionsprogramms in der Siedlung Lüttkamp entstehen 400 Wohneinheiten (WE) für 28 Mio. Euro. Bis Ende 2003 wurden 160 WE fertig gestellt.

- Horn: Mit der Revitalisierung der Riedsiedlung entsteht für insgesamt 43 Mio. Euro ein Angebot unterschiedlicher Wohnungsgrößen und Bauformen mit künftig 400 WE, wovon 80 WE des Altbestands erhalten bleiben.

- Finkenwerder: Seit 1999 wird das Wohngebiet mit ursprünglich 964 WE umfassend modernisiert. Bis 2005 investiert das Unternehmen dort rund 44,5 Mio. Euro.

- Fischbek: Die in den 60er Jahren erbaute Siedlung Sandbek mit 533 WE ist für 12 Mio. Euro aufwändig modernisiert worden.


Beispiele für die aktuelle Bautätigkeit der GWG

- Veddel: Seit 1990 wird auf der Veddel der historische Wohnungsbestand aus den 1920er Jahren mit rund 1.000 WE für insgesamt 45 Mio. Euro modernisiert. 2004 werden diese Arbeiten abgeschlossen sein.

- Eißendorf: Die Siedlung Lühmannstraße ("Op de Bünte") mit 738 WE wird für 33,5 Mio. Euro modernisiert.

- Rahlstedt: Auf dem Grundstück Am Hegen 82 beginnt Mitte 2004 der Neubau einer geförderten Seniorenwohnanlage mit 141 WE für 12 Mio. Euro.

- Poppenbüttel: Im Straßenverlauf Tegelsbarg, Landahlweg und Kiesselbachweg werden 440 WE bis 2007 für 11 Mio. Euro modernisiert.


Die von SAGA GWG durchgeführten, umfassenden Neubau-, Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen erfolgen im Rahmen eines langfristig orientierten Investitionsprogramms von jährlich etwa 250 bis 300 Mio. Euro. Damit ist der Gleichordnungskonzern ein bedeutender Auftraggeber der Bauwirtschaft in der Metropolregion Hamburg.

Für den zehnjährigen Planungszeitraum des Unternehmenskonzeptes geht SAGA GWG von einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 3 Mrd. Euro bis 2012 aus. Die erforderlichen Mittel werden auf der Grundlage einer sich stetig verbessernden Vermö-gens-, Finanz- und Ertragslage realisiert.


Wohnungswirtschaftliche Ergebnisse

SAGA und GWG bewirtschafteten im Berichtsjahr 131.108 Wohnungen des eigenen Bestandes und zusätzlich Objekte, die von der Freien und Hansestadt Hamburg angemietet waren. Dazu addieren sich zahlreiche Gewerbeobjekte, soziale Einrichtungen, Garagen und Stellplätze.

Die durchschnittliche Miete lag 2003 für Wohnungen im Bestand der SAGA bei 4,65 Euro je Quadratmeter und Monat, im Bestand der GWG bei 4,68 Euro je Quadratmeter und Monat.


SAGA

Von den 92.639 Wohnungen des eigenen Bestandes sind 49.201 (53,1 Prozent) öffentlich gefördert und 43.438 (46,9 Prozent) nicht preisgebunden.

Der vermietungsbedingte Leerstand bei SAGA-Wohnungen betrug im Jahresmittel 1,3 Prozent und war damit gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Die Fluktuationsquote reduzierte sich von 9,0 auf 8,7 Prozent.


GWG

Von den 38.469 Wohnungen waren 17.145 (44,6 Prozent) öffentlich gefördert, 17.052 (44,3 Prozent) frei finanziert und 4.272 (11,1 Prozent) frei finanziert mit Preisbindung aus geförderten Modernisierungsmaßnahmen.

Im Jahresmittel ist der vermietungsbedingte Leerstand bei GWG-Wohnungen auf nur noch 0,87 Prozent gesunken (Vorjahr: 1,37 Prozent). Die Fluktuationsquote betrug unverändert 9,6 Prozent.


Eigentumswohnungsvertrieb

Als neues Geschäftsfeld wurde im Berichtsjahr die Umwandlung von ausgewählten Mietwohnungen in Privateigentum begonnen. Geeignete Objekte an verschiedenen Standorten in der Stadt werden ausschließlich den Mietern zum Kauf angeboten. Ziel ist, stabile Nachbarschaften zu fördern und Verkaufserlöse zur Finanzierung von Modernisierungsmaßnahmen in den Beständen zu realisieren. Im Berichtsjahr wurden 128 Objekte durch den Gleichordnungskonzern veräußert.


Hohe Kundenzufriedenheit

Mehr als 80 Prozent der Mieter beurteilen die Vermietungsleistungen der Unternehmen mit den Schulnoten "sehr gut", "gut" oder "befriedigend" (SAGA 81 Prozent, GWG 87 Prozent). Die Werte sind Ergebnis der jährlich erhobenen Wohnzufriedenheitsanalyse, bei der in einer repräsentativ ausgewählten Stichprobe fünf Prozent aller Mieterhaushalte detailliert befragt werden. Die Resultate werden im Rahmen des Qualitätsmanagements wohngebietsbezogen ausgewertet und orientiert an Kundenbedürfnissen in entsprechende Prozesse zur Verbesserung des operativen Geschäfts in den 19 Geschäftsstellen von SAGA und GWG eingesteuert.


"Sprung über die Elbe"

Neben weiteren wesentlichen Schwerpunkten in ganz Hamburg unternimmt der Konzern für Hamburgs städteplanerisches Projekt "Sprung über die Elbe" besondere Anstrengungen zur Quartiersentwicklung im Süderelbe-Raum, wo rund ein Fünftel der Bestände von SAGA GWG liegen. Wohnen am Wasser in Hamburgs Süden ist auch das Gestaltungsthema des Geschäftsberichts 2003.


Fotohinweis:
Die SAGA GWG Geschäftsleitung Willi Hoppenstedt, Lutz Basse, Michael Sachs (v. li.)

Hinweis zum Veranstaltungsort

Der künftige Unternehmenssitz von SAGA GWG, Poppenhusenstraße 2, 22305 Hamburg, entsteht in direkter Nachbarschaft zum Museum der Arbeit mit seinem historischen Fabrikensemble im Herzen von Barmbek und unmittelbar am Osterbekkanal gelegen. Im Bau sind zwei Verwaltungsgebäude, in denen rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von SAGA GWG sowie deren Tochtergesellschaften arbeiten werden. Voraussichtlich im November werden die Gebäude bezogen.

 

Ihr Ansprechpartner:
Mario Spitzmüller, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel. (040) 3 80 10 - 91 10


SAGA GWG bewirtschaften im Unternehmensverbund rund 135.000 Wohnungen, davon knapp die Hälfte frei finanziert. Der Gleichordnungskonzern leistet mit
Dividendenzahlungen und Quartiersentwicklung im Sinn einer "Stadtrendite" erhebliche Beiträge zur Haushaltskonsolidierung und zur Stadtqualität der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit dem Unternehmenskonzept "SAGA GWG 2010" verfolgen die Unternehmen eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren als ökonomische Voraussetzung des Geschäftsmodells
eines Bestandshalters.