Wohnen in Hamburg
Druckversion <<  Zurück Passivhäuser an Mieter übergeben

Pilotprojekt zur Einsparung von Heizkosten und CO2 durch umweltschonende Heizungstechnik in neuen Sozialwohnungen der SAGA

(12.03.2004) Im Hamburger Stadtteil Horn sind heute zwei Passivhäuser mit 17 Sozialwohnungen, ausgestattet mit zukunftsweisender, umweltschonender Heizungstechnik, an die neuen Mieter übergeben worden. Die Schlüsselübergabe an die Mieter fand statt in der  Legienstraße 119, 22111 Hamburg.

Die Heizungsanlagen dieser Neubauten der SAGA stoßen im Vergleich zu konventionell beheizten Gebäuden nur ein Drittel des klimaschädlichen Gases Kohlendioxyd CO2 aus (s. u.). Ziel dieses Pilotprojekts ist es, Potentiale für Heizkosteneinsparungen im Interesse der Mieter auszuloten. Die Ergebnisse werden laufend überprüft, um Möglichkeiten für einen wirtschaftlichen Einsatz zu bewerten.

Die geförderten Wohnungen zwischen 41 m2 und 92 m2 Größe bieten angenehmen Komfort: Fußbodenheizung und mehr Platz dank eingesparter Heizkörper. Die zum Wohnen erforderliche Wärme in den Räumen entsteht passiv: Das Haus ist besonders stark isoliert und nutzt sowohl Wärme, die durch Sonneneinstrahlung als auch durch die Bewohner selbst und deren Haushaltsgeräte abgegeben wird. Ein Lüftungssystem saugt warme, gebrauchte Luft ab und führt über Wärmetauscher temperierte und gefilterte Frischluft zu. Mit besonderen Schulungen durch die SAGA haben sich die Mieter auf ihre neuen, technisch anspruchsvollen vier Wände vorbereitet. Die Mietverträge für die neuen Wohnungen sind bereits unterschrieben.

Das "Zentrum für Energie, Bauen, Architektur und Umwelt“ (ZEBAU), Große Elbstraße 146, 22767 Hamburg, hat die SAGA mit einem Zertifikat für das beispielhafte Bauprojekt nach den Kriterien des Passivhaus-Instituts Darmstadt ausgezeichnet. Journalisten hatten Gelegenheit, mit den neuen Mietern zu sprechen und die Umwelt-Technik zu erleben.

Erhebliche CO2-Einsparungen
Zur Versorgung der insgesamt 1515 m2 Wohnfläche in beiden Passivhäusern werden nur 9 Tonnen (t) CO2 pro Jahr emittiert. Zum Vergleich: Beim Beheizen der gleichen Wohnfläche in üblichen Wohngebäuden, die den Vorgaben der Wärmeschutzverordnung genügen, werden rund 30 t CO2 pro Jahr in die Atmosphäre abgegeben. Mit diesem Bauvorhaben für rund 2,5 Mio. Euro leistet die SAGA einen deutlichen Beitrag, den Einsatz CO2-sparender Technik in „normalen“ Wohngebäuden praktisch zu erproben und Möglichkeiten für deren wirtschaftlichen Einsatz zu überprüfen.


Ihr Ansprechpartner:

Mario Spitzmüller,
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit SAGA-GWG,
Fon 040 - 380 10 91 10


SAGA GWG bewirtschaften im Unternehmensverbund rund 135.000 Wohnungen, davon knapp die Hälfte frei finanziert. Der Gleichordnungskonzern leistet mit Dividendenzahlungen und Quartiersentwicklung im Sinn einer „Stadtrendite“ erhebliche Beiträge zur Haushaltskonsolidierung und zur Stadtqualität der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit dem Unternehmenskonzept „SAGA GWG 2010“ verfolgt der Verbund eine nachhaltige, qualitative Wachstumsstrategie zur Sicherung von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und des sozialen Ausgleichs in den Wohnquartieren als ökonomische Voraussetzung des Geschäftsmodells.