Städtebauliche Aufwertung in Hamburg-Rahlstedt
(02.06.03) Mit einem ungewöhnlichen Schritt will die GWG ihr Wohngebiet Am Hegen in Hamburg-Rahlstedt städtebaulich aufwerten: Das Wohnungsunternehmen ersetzt ein 1963 errichtetes Hochhaus durch einen zeitgemäßen und an die Umgebung angepassten Neubau. Anstelle des siebzehnstöckigen Stahlbetonbaus Am Hegen 82 entsteht dort eine Anlage für seniorengerechtes Wohnen, die sich mit ihren vier bis fünf Etagen harmonisch in die niedriger bebaute Nachbarschaft einfügt. Die 141 Wohnungen mit jeweils etwa 53 Quadratmeter Fläche werden senioren- und teilweise auch rollstuhlgerecht ausgestattet. Sie sollen den künftigen Bewohnern ein selbstbestimmtes Leben mit Unterstützung durch verschiedene Betreuungsangebote ermöglichen. Im Unterschied zu den zahlreichen hochpreisorientierten Angeboten auf diesem Sektor wird die Seniorenwohnanlage für ältere Menschen mit kleineren und mittleren Einkommen geplant und richtet sich insbesondere auch an Bewohner des Stadtteils und der Umgebung.
Maßgeblich für die Entscheidung zum Neubau war, dass das vollständig sanierungsbedürftige Hochhaus mit seinen 180 Kleinstwohnungen in Stadtrandlage in keiner Weise mehr den Anforderungen des Mietmarkts entspricht. Auch Grundrissveränderungen oder Wohnungszusammenlegungen wären durch die so genannte Schottenbauweise aus Betonfertigteilen unverhältnismäßig aufwendig und wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. Städtebaulich stellte das nach heute überholten Konzepten geplante Hochhaus in der durchgrünten, kleinteilig und niedrig bebauten Umgebung einen Fremdköper dar.
Die Errichtung des stark und dauerhaft nachgefragten Wohnraums für Senioren erwies sich als wirtschaftliche Alternative, verbunden mit der Möglichkeit zur positiven Neugestaltung des Wohngebietes. Insgesamt investiert die GWG rund 13 Millionen Euro in das Projekt.