Wohnen in Hamburg
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Heimspiel für Regisseur Fatih Akin

(20.06.03) Gigi, Sohn italienischer „Gastarbeiter“ im Deutschland der 70-er Jahre dreht einen Dokumentarfilm über seine neue Heimat und gewinnt damit einen Preis. Zwar bleiben ihm die Lorbeeren durch einen Bruderzwist vorläufig vorenthalten, aber schließlich führt er den Film in seinem italienischen Heimatdorf vor und erhält die verdiente Anerkennung. Szenen aus „Solino“, dem dritten Kinofilm des Hamburger Regisseurs Fatih Akin. Autobiographische Inspirationen sind unverkennbar im Gesamtwerk Akins, der selbst als Kind türkischer Einwanderer in Hamburg-Altona in einer SAGA-Wohnung aufwuchs.

Jetzt holt die Wirklichkeit das Drehbuch ein: Der Regisseur präsentiert am Donnerstag, den 26. Juni 2003, seinen Film „Solino“ vor Mieterinnen und Mietern der Wohnanlage in der Eckernförder Straße, in der er aufgewachsen ist. Unter dem Motto „Kino im Hochhaus“ schließen sich weitere Vorführungen seiner früheren Erfolge an: „Kurz und schmerzlos“ für Jugendliche aus der Umgebung (27.06.03, geschlossene Veranstaltung) und eine offene Vorstellung „Im Juli“ (28.06.03 um 19.00 Uhr,) an (bei denen der Regisseur allerdings nicht anwesend sein wird).

Initiiert hat die Veranstaltungsreihe die SAGA, der die Wohnanlage gehört. Sie konnte Akin, der gerade seinen aktuellen Kinofilm „Gegen die Wand“ in Istanbul und Hamburg abgedreht hat, für diesen „Tribut“ an die Stätte seiner Kindheit und Jugend gewinnen. Das Unternehmen will damit zugleich die Mieterinnen und Mieter der Wohnanlage auf bevorstehende Projekte zur Neugestaltung der Außenanlagen einstimmen. Ort der Vorführungen ist ein leerstehender Supermarkt in der Eckernförder Straße 2/4. Dort wird anschließend die SAGA-Geschäftstelle Altona einziehen.