Dellbrügge & de Moll erhalten das Stipendium der SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft
(17.07.2009) Das Stipendium für den Quartierskünstler auf der Veddel wurde zum zweiten Mal vergeben, ausgelobt von der SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft. Kunst und Kultur sind seit Jahrzehnten Bestandteil der aktiven Stadtteilentwicklung von SAGA GWG. Eine Fach-Jury wählte aus rund 90 Bewerbern im April das international renommierte Künstlerduo Dellbrügge & de Moll für das Stipendium aus.
Gesucht wurde nach einem neuen Quartierskünstler – gefunden wurden zwei: Christiane Dellbrügge und Ralf de Moll, beide Jahrgang 1961, aus Berlin. Zwei Jahre lang wird das Künstler-Duo in seinem 90 m2 großen Wohn-Atelier im Kulturzentrum „Sporthalle Veddel“ wohnen und im angrenzenden Galerieraum quartiersbezogen arbeiten. Im Rahmen des Stipendiums stellt SAGA GWG die Räume mietfrei zur Verfügung und unterstützt das Künstlerduo laufend finanziell.
Im Atelier an der Sporthalle Veddel, Am Zollhafen 5, 20539 Hamburg, stellen sich heute Dellbrügge & de Moll im Beisein der Presse als neue Quartierskünstler vor. „Auf der Suche nach dem perfekten Ort“ wollen sich die neuen Quartierskünstler mit der aktuellen Stadtentwicklung Hamburgs und ihren Auswirkungen auf die Veddel auseinandersetzen.
Verabschiedet wird heute gleichzeitig der erste und bisherige Quartierskünstler, Olafur Gislason, nach zwei Jahren auf der Veddel. Mit seiner Videoinstallation „gemeinsam parallel“ hat Gislason den Stadtteil und seine Bewohner auf sensible und eindrucksvolle Weise gezeigt. Gislasons Fazit: „Die Veddel hat ihre eigenen Gesetze. Aber mit ein bisschen Geduld von beiden Seiten lernt man die Einheimischen kennen. Daraus haben sich spannende Projekte entwickelt.“ Der gebürtige Isländer präsentiert ebenfalls eine Dokumentation seines künstlerischen Wirkens in Zusammenarbeit mit den Bewohnern des Stadtteils.
Lutz Basse, Vorstandsvorsitzender von SAGA GWG und gleichzeitig Vorsitzender der Stiftung Nachbarschaft, dankt auf der Veranstaltung dem bisherigen Quartierskünstler: „Als der erste Quartierskünstler hat Olafur Gislason Pionierarbeit auf der Veddel geleistet. Mit seinem Wirken hat er die Kommunikation zwischen den Bewohnern belebt und authentische Kunst im Quartier geschaffen.“
Dr. Stephan Hugo Winters, Staatsrat der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, betont in seinem Grußwort: „Auf der Veddel entsteht Neues, ohne dass die angestammten Bewohner verdrängt werden. Vom studentischen Wohnen bis zu den Quartierskünstlern: Durch SAGA GWG ist hier viel in Bewegung gekommen.“
Als Kuratoriumsmitglied der SAGA GWG Stiftung Nachbarschaft erläutert Antonia Aschendorf, Vorstandssprecherin der Hamburger Feuerkasse: „Unsere Stiftung will mit inspirierenden Impulsen in die Entwicklung von Quartieren und guten Nachbarschaften investieren.“
Hintergrund: Künstlerduo Dellbrügge & de Moll
Christiane Dellbrügge (geboren 1961 in Moline, Illinois, USA) und Ralf de Moll (geboren 1961 in Saarlouis) studierten an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wo sie begannen, mit Video, Performance und öffentlichen Inszenierungen zu arbeiten.
Mit einem Atelierstipendium des Künstlerhauses Bethanien zogen Dellbrügge & de Moll 1988 nach Berlin. Ihre Arbeit verlagerte sich zunehmend in die Auseinandersetzung mit öffentlich genutzten, urbanen Räumen.
Seit Beginn ihrer Zusammenarbeit 1984 gehört es zu ihrer künstlerischen Praxis, diskursive Plattformen zu schaffen, Printmedien herauszugeben, Videoprogramme oder Ausstellungen zu konzipieren.
Mit dem Kunstkritiker Thomas Wulffen produzierten sie 1993/94 die Zeitschrift „below papers“ während eines einjährigen Gastaufenthaltes in Kunst-Werke Berlin. Ziel war eine Fusion künstlerischer Praxis und theoretischer Produktion.
Für medienübergreifende Arbeiten an den Schnittstellen von öffentlichen, digitalen und institutionellen Räumen sei beispielhaft das Projekt „Hamburg Ersatz“ genannt, das sie als Projekt des „Kunst im öffentlichen Raum“-Programms 1997 ins Internet verlagerten. 2003 entwickelten sie „Farbcodierte Kleidung für Museumspersonal“.
Ausführliche Informationen unter www.workworkwork.de
Carl Mario Spitzmüller, Leiter Unternehmenskommunikation, Tel. (0 40) 4 26 66-91 11
SAGA GWG: Wirtschaftlicher Erfolg und sozialer Ausgleich
Wir vermieten 130.000 Wohnungen und 1.500 Gewerbeobjekte und leisten mit Zahlungen an den Gesellschafter sowie Quartiersentwicklungen erhebliche Beiträge zur Stadtqualität und Vermögenssicherung der Freien und Hansestadt Hamburg. Als städtischer Konzern verfolgen wir eine ausgewogene Wachstumsstrategie für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und zugleich für den sozialen Ausgleich in den Wohnquartieren. Diese Balance zwischen wirtschaftlichem Erfolg und sozialer Verantwortung stabilisiert Hamburgs Nachbarschaften und ist Voraussetzung für unseren Erfolg als Vermieter und Bestandshalter.